Die Cloud als flexibler Rettungsanker

Cloud für den Hausgebrauch

von - 08.10.2018
Solarwinds BKUP service dashboard
Beispiel Solarwinds: Über ein Dashboard steuern Nutzer und Systemverwalter das Sichern und Wiederherstellen der Daten.
Kleinunternehmen und Selbstständige benötigen allerdings nur selten ein Cloud Data Management oder eine ausgewachsene Cloud-Backup-Lösung, die Snapshots, Disaster-Recovery-Funktionen oder das Zurücksichern von Server-Umgebungen erlaubt. Diese Zielgruppen adressieren Anbieter von Services, die Daten in einer Cloud-Umgebung speichern und Team-Mitgliedern zugänglich machen. Dazu zählen Dropbox mit Dropbox Business, Box, Google, Microsoft (One­Drive) sowie deutsche Anbieter wie Teamdrive.
Die Datensicherungsfunktionen solcher Dienste beschränken sich darauf, Datenbestände zwischen Client-Systemen und einem Cloud-Speicherplatz zu synchronisieren. Eine Datensicherung ist insofern gegeben, als sowohl auf Notebook, PC oder Tablet des Nutzers sowie in der Cloud Kopien der Daten vorhanden sind. Hinzu kommt eine Wiederherstellungsfunktion für Dateien und Ordner, die ein Nutzer versehentlich löscht oder überschreibt.
Ein Backup im klassischen Sinn ist dies jedoch nicht. Zum einen, weil die Daten bei Änderung auf einem Endgerät auch in der Cloud angepasst werden. Zum anderen werden nur die Informationen in den synchronisierten Ordnern in die Cloud übermittelt, keine Systemumgebungen, Applikationen und Informationen, die nicht im Dropbox- oder OneDrive-Verzeichnis vorliegen.
Daniel Model
Daniel Model
Senior Manager Sales Engineering EMEA bei Acronis
Foto: Acronis
„Ein On-Premise-Update ist für viele Umgebungen weiterhin das Maß aller Dinge.“

Lösungen für Rechenzentren

Am anderen Ende der Funktions- und Leistungsskala sind Backup- und Disaster-Recovery-Produkte angesiedelt, die für den Einsatz in Rechenzentren vorgesehen sind. Nach Angaben des Beratungshauses Gartner wird dieses Segment von einem Dutzend Anbieter abgedeckt. Dazu zählen Commvault, Dell EMC, IBM, Veritas und Veeam. Hinzu kommen Anbieter wie Arcserve, Actifio, HPE, Rubrik und Unitrends.
Viele dieser Lösungen wurden als klassische Backup- und Disaster-Recovery-Produkte konzipiert und um Cloud-Komponenten erweitert. Das erspart dem Nutzer heute, dass er verschiedene Systeme einsetzen muss, etwa für das Sichern von Workloads im eigenen Data-Center und in der Cloud.
„Unsere Lösungen lassen sich je nach Infrastruktur des Kunden als Software-Version oder als Cloud-Lösung implementieren“, erklärt Sven Haubold von Arcserve. Backup, Disaster
Recovery und Archivierung können zudem von derselben Managementkonsole aus gesteuert werden. Auch bei den Funktionen ist der Trend erkennbar, cloudgestützte Datensicherung, Disaster Recovery und Archivierung in einer Lösung zusammenzufassen, die mehrere Zielgruppen zugleich anspricht. „Das hat den Vorteil, dass eine einheitliche Lösung für Enterprise-Kunden, Service-Provider sowie kleine und mittelständische Unternehmen zur Verfügung steht“, findet Daniel Model, Senior Manager Sales Engineering EMEA bei Acronis. „Zudem bietet ein ausgelagertes zentrales Management eine erhöhte Verfügbarkeit bei reduziertem Aufwand.“
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