Den alten Router sinnvoll nutzen

Zweiten Router als WLAN-Repeater nutzen

von - 30.11.2013
Wenn der zweite Router eine WLAN-Repeater-Funktion hat, kann er Ihr WLAN ebenfalls ausdehnen – sogar ohne Kabel.
Es gibt noch eine elegantere Möglichkeit, sein WLAN mit Hilfe eines zweiten Routers zu erweitern – und das ganz ohne irgendein Kabel verlegen zu müssen. Dabei arbeitet der Router nicht wie im ersten Szenario als Access-Point, sondern als WLAN-Repeater oder Funkverstärker.
So geht’s: Wer zwei Fritzboxen hat, kann die Reichweite seines Funknetzes auch ohne Ethernet-Kabel ausdehnen: über eine WLAN-Bridge. Wichtig: Beide Fritzboxen – auch die alte aus dem Keller – müssen die neue Firmware Fritz OS unterstützen.
So geht’s: Wer zwei Fritzboxen hat, kann die Reichweite seines Funknetzes auch ohne Ethernet-Kabel ausdehnen: über eine WLAN-Bridge. Wichtig: Beide Fritzboxen – auch die alte aus dem Keller – müssen die neue Firmware Fritz OS unterstützen.
Als Repeater stellt der zweite Router zunächst eine drahtlose Verbindung zum Hauptrouter her. Man spricht dabei auch von einer WLAN-Bridge.
Diese drahtlose Verbindungsbrücke reicht der Repeater per WLAN an entferntere Endgeräte weiter. Auf diese Weise kann der Repeater viele Strecken überbrücken, die sich mit einer direkten Funkverbindung zwischen Hauptrouter und Endgerät ansonsten nicht nutzen ließen.
Der WLAN-Repeater wird dabei etwa auf halber Strecke zwischen Hauptrouter und Ihrem WLAN-Endgerät aufgestellt.

WDS ist nicht mehr zeitgemäß

Bisher basierte die Repeater-Funktion auf dem Wireless Distribution System, kurz WDS. WDS nutzt jedoch die Verschlüsselungstechnik WEP, die nicht mehr als sicher gilt. Zudem wird WDS nicht mehr weiterentwickelt.
AVM hat daher in seinen Fritzbox-Modellen seit dem letzten großen Firmware-Update ein neues Verfahren für die Reichweitenverlängerung per WLAN eingeführt, das sicherer ist und sich auch einfacher konfigurieren lässt als WDS. Weiterführende Infos zur neuen Repeater-Technik bietet die Website von AVM.
Eine Einschränkung gilt es beim weiterentwickelten Repeater-Verfahren allerdings zu beachten: Es funktioniert derzeit nur, wenn es auch vom Hauptrouter unterstützt wird.
Soweit uns bekannt ist, wird das neue Verfahren zur Reichweitenverlängerung derzeit nur von AVM-Routern mit Fritz-OS-Firmware unterstützt, zum Beispiel von den Fritzbox-Modellen 7390, 7360, 7330, 7270, 3390, 3370 oder 3270.
Wir haben AVMs Repeater-Funktion mit der schon etwas betagteren Fritzbox 7270 getestet und konnten damit das WLAN-Netz einer Fritzbox 7360 als Hauptrouter problemlos erweitern.

Firmware-Update auf Fritz OS

Bevor Sie mit der Konfiguration der zweiten Fritzbox als WLAN-Repeater beginnen, führen Sie ein Firmware-Update durch.
Falls sich mit dem Modem in dieser Fritzbox kein automatisches Update mehr durchführen lässt, laden Sie sich die aktuelle Firmware-Version manuell vom FTP-Server he­runter.
Fritzbox als WLAN-Repeater: Der Repeater sucht nach Funknetzen in der Nähe. Er kann sich aber nur mit einer anderen Fritzbox verbinden, die ebenfalls die neue Repeater-Funktion von AVM unterstützt.
Fritzbox als WLAN-Repeater: Der Repeater sucht nach Funknetzen in der Nähe. Er kann sich aber nur mit einer anderen Fritzbox verbinden, die ebenfalls die neue Repeater-Funktion von AVM unterstützt.
Beachten Sie: Von manchen Fritzbox-Modellen gibt es verschiedene Versionen und somit auch verschiedene Firmware-Images.
Die heruntergeladene Image-Datei installieren Sie über die Bedienoberfläche der Fritzbox unter „System, Firmware-Update, Firmware-Datei“.

Auf Repeater-Betrieb umschalten

Im Anschluss an das Firmware-Update trennen Sie – falls noch nicht geschehen – die zweite Fritzbox wieder vom Online-Zugang und schließen Ihren AVM-Hauptrouter wieder ans Internet an. Verbinden Sie Ihren PC nun per Ethernet-Kabel mit einem LAN-Port der zweiten Fritzbox und schalten Sie diese am unteren Rand der Bedienoberfläche in die erweiterte Ansicht.
Nun lässt sich das Menü „WLAN, Repeater“ öffnen. Sobald Sie die Betriebsart vom voreingestellten „Basisstation“ auf „Repeater“ umschalten, klappt eine Liste mit verfügbaren WLAN-Basis­stationen auf. Allerdings lassen sich nur WLAN-Router auswählen, die das moderne Verfahren zur Reichweitenverlängerung auch tatsächlich unterstützen – und das sind bisher eben nur die zuvor genannten Fritzboxen mit Fritz OS.
Erfolgreiche Umstellung: Sobald Sie Ihre zweite Fritzbox erfolgreich auf die Betriebsart „Repeater“ umgestellt haben, erscheint dieses Hinweisfenster.
Erfolgreiche Umstellung: Sobald Sie Ihre zweite Fritzbox erfolgreich auf die Betriebsart „Repeater“ umgestellt haben, erscheint dieses Hinweisfenster.
Setzen Sie also ein Häkchen vor dem WLAN-Namen Ihrer Haupt-Fritzbox und tragen Sie darunter bei „WLAN-Netzwerkschlüssel“ deren Passwort für die WPA-Verschlüsselung ein.
Nach einem Klick auf „Übernehmen“ bestätigt die zweite Fritzbox, dass sie nun als WLAN-Repeater arbeitet. Wenn Sie sich künftig mit dem WLAN Ihrer zweiten Fritzbox verbinden, landen Sie automatisch im Heimnetz, das von der Haupt-Fritzbox aufgebaut wird.

Geänderte IP-Adresse des Repeaters ermitteln

IP-Adresse des Repeaters: Wie die neue IP-Adresse Ihres Fritzbox-Repeaters lautet, das steht unter „Aktive Verbindungen“ in Ihrer Haupt-Fritzbox.
IP-Adresse des Repeaters: Wie die neue IP-Adresse Ihres Fritzbox-Repeaters lautet, das steht unter „Aktive Verbindungen“ in Ihrer Haupt-Fritzbox.
Die IP-Adresse der zweiten Fritzbox, die ja jetzt der Repeater ist, wird von der Haupt-Fritzbox automatisch geändert. Die Adresse benötigen Sie aber, wenn Sie auf die Bedienoberfläche Ihres Repeaters zugreifen möchten.
So finden Sie die geänderte IP-Adresse heraus: Öffnen Sie die Bedienoberfläche der Haupt-Fritzbox und sehen Sie unter „Heimnetz, Netzwerk, Geräte und Benutzer“ bei „Aktive Verbindungen“ nach. Dort finden Sie Ihre zweite Fritzbox samt zugewiesener IP-Adresse.
Beachten Sie: Das Zwischenschalten eines Repeaters halbiert die WLAN-Übertragungsrate zwischen WLAN-Router und Endgerät, da der Repeater zwei Verbindungsstrecken im selben Frequenzband bedienen muss.
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