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VeraCrypt sichert Daten im Hochsicherheitstrakt

Nachteile der VeraCrypt-Datenverschlüsselung

von - 08.09.2015
Kompatibilitätsmodus: TrueCrypt-Laufwerke lassen sich einfach per Klick in VeraCrypt integrieren. Sie werden dann automatisch gemountet.
Kompatibilitätsmodus: TrueCrypt-Laufwerke lassen sich einfach per Klick in VeraCrypt integrieren. Sie werden dann automatisch gemountet.
Den vielen Vorteilen von VeraCrypt stehen allerdings auch einige Nachteile beziehungsweise Einschränkungen gegenüber, die man kennen sollte.
Das System stellt maximal 26 lokale Laufwerkbuchstaben zur Verfügung. Nur nicht belegte Laufwerkbuchstaben lassen sich dabei zum Einrichten verschlüsselter Laufwerke nutzen. Das beschränkt die Anzahl der parallel anbindbaren verschlüsselten Bereiche stark.
Eine Zusammenfassung mehrerer VeraCrypt-Laufwerke zu einem einzelnen logischen Laufwerk ist nicht möglich. Auf FAT32-Laufwerken ist die Größe komprimierter Laufwerkbereiche auf maximal 3 GByte beschränkt.

TrueCrypt-Laufwerke anbinden

Wenn Sie bereits mit TrueCrypt gearbeitet haben, dann können Sie die damit erstellten sichtbaren und verborgenen Laufwerke mit VeraCrypt einbinden. Einzige Voraussetzung ist, dass die TrueCrypt-Laufwerke mit Version 6 oder 7 erstellt wurden. Um die TrueCrypt-Laufwerke zu mounten, starten Sie das VeraCrypt-Dienstprogramm. Wählen Sie im Hauptdialog die Schaltfläche „Datei“ und dann die TrueCrypt-Laufwerkdatei aus. Anschließend wählen Sie einen freien lokalen Laufwerkbuchstaben aus der angebotenen Liste aus und klicken dann auf die Schaltfläche „Einbinden“. Im Folgedialog geben Sie das Zugangskennwort für den sichtbaren oder verborgenen Bereich ein, setzen ein Häkchen bei „TrueCrypt Modus“ und bestätigen mit „OK“.

Wie groß die sichtbaren und versteckten Bereiche sein sollen, muss der Anwender beim Anlegen des verschlüsselten Bereichs vorab angeben. Eine spätere dynamische Größenanpassung steht nicht zur Verfügung. Allerdings lassen sich die Größen sichtbarer Bereiche unter Umständen über die Funktion „Extras, Volumen-Erweiterer“ (VeraCrypt Expander) ohne Neuformatierung erweitern. Dazu müssen allerdings drei Voraussetzungen gegeben sein: Die Dateibereiche müssen im NTFS-Dateisystem formatiert sein, sie dürfen kein verstecktes Laufwerk beinhalten und es muss dafür ausreichend freier Laufwerkspeicher verfügbar sein.
Außerdem sollte man sich beim Einsatz von VeraCrypt darüber im Klaren sein, dass es zwar möglich, aber nicht sinnvoll ist, angebundene Laufwerke, die sich im System wie Standardlaufwerke verhalten, im Netzwerk freizugeben. Denn auf diese Weise würde man die Laufwerkinhalte offenlegen. Container und darin enthaltene versteckte Laufwerke (Hidden Volumes) sind nicht parallel über getrennte lokale Laufwerkbuchstaben ansprechbar.
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