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Unified Communications and Collaboration

Kommunikation und Zusammenarbeit mit UCC

Foto: a-image / Shutterstock.com
Moderne UCC-Lösungen wollen die Kommunikation im Unternehmen vereinen und die Zusammenarbeit vereinfachen. Bei der praktischen Umsetzung hapert es aber oftmals.
Der Begriff UC für Unified Communications geistert schon ziemlich lange durch die IT-Welt. Bei näherer Betrachtung der Lösungen und Techniken, die die verschiedenen Anbieter unter der Bezeichnung UC vermarkten, wird deutlich, dass fast jeder eine etwas andere Vorstellung davon hat, was eigentlich unter UC zu verstehen ist. Da werden zum Beispiel gern sowohl „smarte Faxlösungen“ als auch komplette Cloud-Integrationen von Office-Suiten unter UC subsummiert.
Beispiel UCC bei QSC: Moderne Telefonanlagen aus der Cloud bieten viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Nutzer können so wie hier direkt vom Dashbord der QSC-Lösung aus auf Unified Messaging und ähnliche Funktionen zugreifen.
(Quelle: QSC)
Die Idee hinter Unified Communications ist ebenso praktisch wie einleuchtend: In den meisten Unternehmen kommt nach wie vor eine große Anzahl unterschiedlicher Anwendungen und Geräte und teilweise auch unterschiedlicher Netzwerkinfrastrukturen zum Einsatz. Eine vereinheitlichte „Unified“-Kommunikation kann in solchen Fällen weitaus mehr bieten als nur die Möglichkeit, Fax-Nachrichten direkt aus dem E-Mail-Client abzusenden.
Das sehen auch die Analysten von Gartner so, die in ihrem „Magic Quadrant for Unified Communications“ vom Juli letzten Jahres diese IT-Disziplin als Weg beschreiben, nicht nur die Produktivität der Anwender zu erhöhen, sondern auch die­jenigen Business-Prozesse zu verbessern, die sich grundsätzlich um die Bereiche Kommunikation und Zusammenarbeit drehen.
Wenn Unified Communications in einem Unternehmen richtig eingeführt wird, dann werden damit die verschiedenen Medienkanäle, die verwendeten Systeme und Endgeräte sowie die Netzwerke ebenso integriert wie die verschiedenen Geschäftsanwendungen. Vielfach berücksichtigen UC-Lösungen auch Anwendungen und Geräte aus dem Consumer-Bereich. Das ist zum Beispiel dann von Bedeutung, wenn solche Devices im Rahmen einer BYOD-Strategie (Bring Your Own Device) zum Einsatz kommen.

Zusammenarbeit

UCC – Unified Communications and Collaboration – definiert Gartner als die Kombination von Techniken aus dem Bereich Kommunikation mit Techniken aus dem Bereich Collaboration.
Dabei heben die Analysten hervor, dass sich bis vor nicht allzu langer Zeit die Anbieter von Kommunikationslösungen für Unternehmenskunden und jene, die reine Collaboration-Lösungen für dieses Segment bereitstellen, deutlich vonei­nander unterschieden haben.
Wichtig für die reibungslose Integration in die Geschäftsprozesse: Ein UCC-Client, der alle Kanäle vereint und auf vielen Plattformen bereitsteht.
(Quelle: Starface)
Während mehr auf Software ausgerichtete Anbieter wie Microsoft und IBM den Collaboration-Markt adressierten, waren es bislang Anbieter von Telefon- und Netzwerklösungen, die verstärkt Unified-Communications-Anwendungen in ihrem Produkt-Portfolio hatten.
Allerdings – so die Analysten weiter – löst sich dieser Unterschied immer mehr auf, da beispielsweise Microsoft und IBM auch Sprach- und Telefonmöglichkeiten offerieren und Anbieter wie Cisco sich immer weiter in den Collaboration-Markt hineinbewegen.
War es allerdings schon nicht einfach, die verschiedenen Vorstellungen von Unified Communications auf einen Nenner zu bringen, so ist das bei Unified Communications and Collaboration noch einmal schwieriger: Zu vielfältig sind die Ansätze in den Produkten und zu unterschiedlich ist oft genug das Verständnis davon, wie Collaboration denn nun zu definieren ist.
Ist damit die Zusammenarbeit via Chat- und Messenger-Client samt Präsenzanzeige gemeint, Filesharing über Programme wie Dropbox oder eine umfangreiche Plattform für die Zusammenarbeit wie Microsofts SharePoint, die auch das Dokumentenmanagement regelt? Und was gehört alles dazu?
Die Gartner-Analysten haben für Unified Communications eine Kategorisierung vorgenommen, die sich ohne Weiteres auch auf Unified Communications and Collaboration anwenden lässt:
  • Telefonie: Dazu gehören sowohl die Standardgeräte für das Festnetz als auch mobile Lösungen sowie Software-Produkte. Die ständige Weiterentwicklung der traditionellen PBX-Telefonanlagen (Private Branch Exchange) hin zur IP-gestützten PBX in der Cloud, die auch PSTN-Calling unterstützt, also Telefonate in das klassische Telefonnetz, ist ebenfalls dieser wichtigen Kategorie zuzurechnen. Vielfach ist eine solche IP-PBX als Software oder in der Cloud die Keimzelle einer UCC-Lösung.
  • Lösungen für Meetings: Audio- und Webkonferenzen für viele Teilnehmer, die zudem die Möglichkeit bieten, Dokumente und Anwendungen zu teilen. Hier sind unter anderem Funktionen wie Voice-Mail oder Unified Messaging zu finden.
  • Instant Messaging mit Präsenzanzeige: Unter Instant Messaging (IM) verstehen die Analysten in erster Linie die bekannten Chat-Programme, mit denen Nutzer Textnachrichten in Echtzeit an eine Person oder auch an Gruppen schicken können. Wichtig dabei: Mit Hilfe der Präsenzanzeige können die Nutzer den Status der anderen Anwender sehen.
  • Client-Anwendungen: Unified Clients – der wichtigste Teil für Nutzer in Unternehmen –  stellen dem Anwender eine konsistente Bedienoberfläche mit Zugang zu allen Kommunikationsfunktionen bereit. Sie stehen auf jeder Art von Gerät zur Verfügung, also sowohl auf Desktop-Rechnern als auch auf mobilen Systemen wie Smartphones sowie als Browser-Clients.
  • Business-Prozesse: Die Möglichkeit UC- und UCC-Lösungen mit anderen Business-Anwendungen oder Kommunikationslösungen zu verbinden und diese zu integrieren, bietet für Unternehmen große Vorteile.
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