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Mensch und KI sind ein Dream-Team

Neue Jobs erfordern Flexibilität

von - 15.04.2019
Was bei der Beschreibung von Produktionsprozessen normal wirkt, klingt bei intellektuellen Aufgaben noch seltsam: die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine (beziehungsweise Künstlicher Intelligenz). Jahrzehnte des Einsatzes von Robotern in Fabrikhallen haben mit sich gebracht, dass sich Betrachter nur wenig Gedanken darüber machen, ob die Maschinen jetzt in ureigene Domänen des Menschen eindringen. Der Roboter hebt schwere Werkstücke problemlos hoch, deswegen übernimmt er das. Der Mensch kann Schwankungen in getakteten Prozessen flexibel ausgleichen, deswegen übernimmt er das.
Auch die IT-Systeme, die in Unternehmen und Haushalte eingezogen sind, stellen keinen Angriff auf das menschliche Selbstverständnis dar. Die Textverarbeitung erleichtert das Schreiben von Texten - sie textet nicht. Die CRM-Lösung hilft dabei, Marketingkampagnen umzusetzen - sie entwickelt keine kreativen Konzepte. Jetzt allerdings wendet sich das Blatt in einigen Bereichen, doch ist das kein Grund zur Panik: Der Mensch bringt ein Set an Kompetenzen und Fertigkeiten mit, das KI-Anwendungen auf absehbare Zeit nicht kopieren können. Künstliche Intelligenz, integriert in Tätigkeitsbereiche und Prozesse, sorgt dafür, dass Menschen Aufgaben schneller, präziser und mit besseren Ergebnissen erledigen können.
Die Verantwortlichen müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Menschen ihre Stärken ausspielen. Faktenwissen verliert angesichts der ständigen Verfügbarkeit von Informationen an Wert. Die Bedeutung von Fähigkeiten wie Krea-tivität, Methodenwissen oder dem Erbringen von Transferleistung steigt. Dies sollte im Fokus von Aus- und Weiterbildung stehen.
Anforderungen und Jobbeschreibungen ändern sich. Aber das, was Menschen einmalig macht, ist auch in Zukunft gefragt. Spätestens beim Small Talk an der Kaffeemaschine, aus dem die nächste große Produktidee entsteht, ist jede KI-Anwendung hoffnungslos unterlegen.
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