WebDAV — Fragen & Antworten
Was ist WebDAV eigentlich?
von Konstantin Pfliegl - 07.02.2013
WebDAV steht für Web-based Distributed Authoring and Versioning. Es ist ein Standard zum Bereitstellen von Dateien über das Internet.

WebDAV im Windows-Explorer: Windows bindet einen Online-Speicher mit WebDAV wie ein Netzlaufwerk in das System ein. So öffnen Sie Dateien mit einem einfachen Doppelklick
Warum nimmt man nicht FTP?
FTP ist umständlich. Wenn Sie zum Beispiel nur kurz eine Zahl in einer Excel-Tabelle korrigieren möchten, dann geht das in drei Schritten: Zuerst müssen Sie die Excel-Tabelle herunterladen und vorübergehend in einem bestimmten Order auf Ihrem Computer speichern. Dann korrigieren Sie in Excel die Zahl und schließlich laden Sie die geänderte Datei wieder auf den FTP-Server.
Eigentlich fehlt jetzt sogar noch ein vierter Schritt: Streng genommen müssten Sie jetzt noch die lokale Datei auf Ihrem Computer löschen. Ansonsten kommen Sie irgendwann total durcheinander, was die einzelnen Versionen der Datei betrifft.
Das WebDAV-Protokoll ist da einfacher: Es genügt in Windows ein Doppelklick auf eine Datei.

Gleichzeitiger Zugriff: Schutzfunktionen in Office verhindern auch mit WebDAV, dass Anwender Änderungen anderer Anwender überschreiben
Welche Vorteile hat WebDAV noch?
WebDAV unterstützt Sperrmechanismen für Dateien: Das bedeutet, dass WebDAV eine Datei kennzeichnet, sobald sie geöffnet wird. Dadurch können Programme wie Microsoft Office verhindern, dass ein Anwender die Änderungen eines anderen Anwenders überschreibt.