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Internet of Things

Das IoT ermöglicht ganz neue Geschäftsmodelle

von - 22.10.2018
Internet der Dinge
Foto: Mikko Lemola / shutterstock.com
Viele Firmen verkennen das Potenzial von IoT - und verzichten auf neue Umsatzquellen. Wer zu seinen Produkten keinen digitalen Service anbietet, sollte schleunigst umdenken.
Das Internet of Things (IoT) läutet eine ganz neue Ära des Wettbewerbs ein. IoT verändert mit seiner Dynamik ganze Branchen, definiert alte Industriezweige um und lässt neue entstehen. Davon wird das Kern-Business jedes Unternehmens betroffen sein. Wer nicht den Anschluss verlieren möchte, sollte auf diese Entwicklung reagieren, über neue Geschäftsmodelle nachdenken und sich den veränderten Kundenerwartungen anpassen.
Hierzulande merkt man davon allerdings noch nicht so viel. Die IDC-Studie „Internet of Things in Deutschland 2018“ zeigt, dass es um die Innovationsfreude deutscher Unternehmen nicht gut bestellt ist. So haben nur 34 Prozent der Umfrageteilnehmer IoT-Initiativen umgesetzt oder im Rahmen einer Pilotphase im Einsatz. Unternehmen hätten zwar die Vorteile von IoT erkannt, dennoch falle es ihnen schwer, entsprechende Projekte an den Start zu bringen.
Der Haken bei der gegenwärtigen IoT-Umsetzung sind fehlende Geschäftsmodelle. Die Anwenderunternehmen konzentrierten sich noch zu sehr auf die Optimierung interner Abläufe, so die IDC-Analysten. Sie sind davon überzeugt, dass Unternehmen, die den Fokus ihrer IoT-Aktivitäten frühzeitig auf den Kundennutzen ausrichten, am stärksten von der Vernetzung profitieren werden. Die Firmen müssten die Umsetzung ihrer IoT-Pläne anpacken und ihre Lethargie ablegen. Innovative Geschäftsmodelle seien schließlich entscheidend für den Erfolg bei der digitalen Transformation.

Smarte Produkte

Geschäftsmodelle rund um das Internet der Dinge vermarkten das Grundkonzept von IoT: Ein physisches „Ding“ wird mit wenigen IT-Elementen wie Sensoren, Aktoren, Internetverbindungen oder cloudbasierter Datenanalyse verschmolzen – und zwar so, dass daraus eine Business-Idee und eine Nachfrage generiert wird.
IoT-Geräte wie Sensoren sind aufgrund ihrer Ausstattung in der Lage, Aufgaben selbstständig auszuführen und mit anderen Dingen zu kommunizieren. So können sie sich eigenständig anpassen und den Nutzerbedürfnissen bestmöglich genügen. Weil sie in gewisser Weise „intelligent“ sind, werden sie auch als Smart Products bezeichnet. Michael Porter von der Harvard Business School hat smarte Produkte im Magazin „Harvard Business Manager“ genauer beschrieben. Danach bestehen Smart Products aus den folgenden drei
Elementen:
Physische Komponenten: Physische Komponenten sind die mechanischen und elektrischen Bestandteile wie der Motor oder die Reifen eines Autos.
Intelligente Komponenten: Dazu gehören Sensoren, Prozessoren, Datenspeicher, Software und ein Betriebssystem. Beim Auto wären dies etwa Regensensoren für die automatischen Scheibenwischer.
Vernetzungskomponenten: Dieses Element umfasst Schnittstellen, Antennen und Protokolle, die eine kabelgebundene oder kabellose Verbindung ermöglichen.
Die Vernetzung erfüllt zwei Funktionen: Sie ermöglicht zum einen den Datenaustausch zwischen Produkt und Betriebsumfeld und anderen Systemen. Zum anderen können aber auch bestimmte Produktfunktionen aus dem lokalen Bereich ins Internet verlegt werden.
Smarte Produkte benötigen somit drei verschiedene Technologieebenen: Die erste Ebene umfasst eine modifizierte Hardware, Software-Anwendungen und ein im Produkt integriertes Betriebssystem. Die zweite Ebene bildet die Netzwerkkomponente. Und die dritte Ebene ist die Cloud, in der die Daten teilweise oder ganz gespeichert werden und in der die Computerprogramme laufen.
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