com!-Academy-Banner
Kommunizierende Sensoren

Das Internet der Dinge treibt die Wirtschaft an

von - 05.05.2015
Internet der Dinge
Foto: Fotolia / iconimage
Das Internet der Dinge, ist zweifellos der derzeit angesagteste Hype in der IT-Welt. Von der umfassenden Vernetzung versprechen sich viele Manager neue Geschäfts-Chancen.
Es ist schwierig, Konsens zu erzielen, wenn es um den sachlichen Gehalt der gefeierten Ikone Internet der Dinge (englisch Internet of Things oder kurz IoT) geht. „Das ‚Internet der Dinge‘ ist eine dieser von der IT-Branche eingeführten nebulösen Begrifflichkeiten, bei denen Menschen nicht einschätzen können, was sie eigentlich tatsächlich bedeuten“, monierte etwa Luke Walling, Vice President of Sales and Operations bei AVG Technologies, in der Einleitung zu einer Anfang 2014 in Nordamerika durchgeführten IoT-Studie des Sicherheitsspezialisten.
Der Telekommunikations-Gigant Cisco erklärt den Begriff zum Beispiel so: „Internet der Dinge ist, wenn das Internet und (andere) Netzwerke sich bis in Bereiche wie Fabrikanlagen, Energienetze, Gesundheitseinrichtungen und Verkehrswege ausdehnen.“ Diese Darstellung ist keineswegs falsch, allerdings auch wenig konkret.
Beim Internet der Dinge geht es nicht darum, dass Gegenstände wie Kühlschränke oder Kaffeemaschinen sich ins uns vertraute Internet begeben. Der Punkt ist vielmehr, dass Dinge miteinander kommunizieren, sich vernetzen, ein eigenes „Netzwerk der Dinge“ bilden. Dabei ist es eher zweitrangig, ob diese Kommunikation und Vernetzung über das Internet, 3G-, 4G-Netze oder direkt von Ding zu Ding stattfindet.
Für Konsumenten besteht die derzeit sichtbare Spitze des IoT-Eisbergs in erster Linie aus Fitness-armbändern, Datenbrillen, Home-Automation-Appliances und mit dem Internet verbundenen Navis im Auto.
Experten sehen mit dem Internet der Dinge die vierte industrielle Revolution kommen.
Revolution der Dinge: Experten sehen mit dem Internet der Dinge die vierte industrielle Revolution kommen.
(Quelle: Bosch )
Wesentlich umfangreicher und komplexer stellt sich das Zusammenspiel kommunizierender Dinge aus Unternehmenssicht dar. Hier eröffnen sich neue Herausforderungen und Chancen auf allen Ebenen – von der Automatisierung und Flexibilisierung der Produk­tion über Wartung und Logistik bis hin zur Analyse von Kundendaten.
Da stimmt es zuversichtlich, dass IDC in seiner Studie „Internet of Things in Deutschland 2015“ zu einem recht positiven Resultat hinsichtlich des Informationsstands deutscher Ma­nager kommt. Demnach äußerten sich 45 Prozent der befragten IT-Entscheider selbstbewusst und gaben an, sie hielten sich für „sehr vertraut“ mit dem Konzept des IoT. Ihr Interesse kommt dabei nicht von ungefähr; einer aktuellen KMU-Studie von AVG zufolge erhoffen sich mehr als die Hälfte der Unternehmen positive Geschäftsentwicklungen durch IoT, ein Viertel erwartet gar, durch diesen Trend mehr verdienen zu können als durch jede andere aktuelle Entwicklung im IT-Sektor.
Verwandte Themen