com!-Academy-Banner

UEFI – das bessere BIOS

Was bedeutet UEFI?

von - 02.07.2011
Die Abkürzung UEFI steht für Unified Extensible Firmware Interface. Auf Deutsch heißt das: vereinheitlichte erweiterbare Firmware-Schnittstelle.

Was ist UEFI?

UEFI-Update: Anders als beim klassischen BIOS lässt sich dank der Netzwerktreiber ein Update direkt aus UEFI heraus durchführen.
UEFI-Update: Anders als beim klassischen BIOS lässt sich dank der Netzwerktreiber ein Update direkt aus UEFI heraus durchführen.
UEFI kann man sich als Mini-Betriebssystem mit grafischer Bedienoberfläche vorstellen. Es arbeitet mit 64 Bit und übernimmt auf dem Mainboard die Aufgabe des BIOS, es vermittelt also zwischen Hardware und Betriebs­system.

Anders als beim BIOS sind im UEFI bereits die wichtigsten Treiber eingebunden. Damit lässt sich zum Beispiel der Netzwerkanschluss schon vor dem

eigentlichen Systemstart nutzen — um etwa ein UEFI-Update durchzuführen, zu surfen oder über das Netzwerk zu booten.

Theoretisch können die Treiber für UEFI (EFI-Treiber) auch vom Betriebssystem weiterverwendet werden, derzeit sind jedoch nur sehr wenige EFI-Treiber verfügbar. Aus diesem Grund benötigen Sie auch bei einem UEFI-PC entsprechende Win­dows-Treiber.

Warum löst UEFI das BIOS ab?

Das BIOS ist 30 Jahre alt und hat schon so manche Probleme verursacht. Etwa mit den immer größer werdenden Festplatten. Bisher ließen sich viele der Probleme mit BIOS-Updates oder Zusatzsoftware lösen. Damit ist jetzt Schluss.

Mit den aktuellen 3-TByte-Festplatten ist eine Speichergrenze erreicht, die sich nicht einfach mit einem Update überwinden lässt. Das BIOS verwendet nämlich einen 32 Bit breiten Adressraum für die Verwaltung von Festplatten. Das BIOS kann also nur Festplatten mit einer maximalen Speicherkapazität von 2^32*512 Byte verwalten. Das entspricht einer Größe von 2199 GByte. Ein PC ohne UEFI kann also auch nicht von einer Festplatte mit mehr als 2 TByte booten.
Verwandte Themen