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Die richtige Grafikkarte für Ihren PC

Onboard-Grafik und integrierte Grafikkarten

von - 06.11.2013
Grafikkarten können auch in das Mainboards integriert sein, man spricht dann von Onboard-Grafikkarten. Der Grafikprozessor, die Kühleinheit und die Videoausgänge sind Teil des Mainboards. In solchen Fällen muss keine zusätzliche Grafikkarte eingesetzt werden.
Eigener Grafikspeicher fehlt bei Onboard-Grafikkarten meist. Stattdessen nutzt die Grafikkarte einen Teil des Arbeitsspeichers des PCs, um Berechnungsdaten und das Bild zwischenzuspeichern. Das bedeutet im Vergleich zu einer dedizierten Grafikkarte immer einen Leistungsverlust.
AMD Fusion: Fusion heißt die Prozessorfamilie von AMD, in der neben den CPU-Kernen auch ein Grafikkern steckt. Die CPU ist also gleichzeitig GPU.
AMD Fusion: Fusion heißt die Prozessorfamilie von AMD, in der neben den CPU-Kernen auch ein Grafikkern steckt. Die CPU ist also gleichzeitig GPU.
Deshalb werden Onboard-Grafikkarten vornehmlich in Office-PCs und Notebooks verbaut, also dort, wo es nicht auf maximale Grafikleistung ankommt. Das heißt aber nicht, dass in allen Office-PCs und Notebooks ausschließlich Onboard-Grafikkarten verbaut sind.

Integrierte Grafikkarte

Eine Alternative zur Onboard-Grafikkarte ist die integrierte Grafikkarte. Hier spielt der Hauptprozessor des PCs eine wichtige Rolle. Bei integrierten Grafikkarten gehören die Videoausgänge zum Mainboard, der Grafikspeicher wird wiederum vom Arbeitsspeicher abgezwackt. Der Grafikprozessor sitzt aber nicht auf dem Mainboard, sondern ist in den Hauptprozessor integriert.
Prozessoren, die sowohl normale Rechenkerne als auch einen Grafikkern haben, werden heterogene Mehrkernprozessoren genannt. Beispiele dafür sind etwa die Fusion-CPUs von AMD und die Intel-Core-Prozessoren der Sandy- und Ivy-Bridge-Reihe. Damit die integrierte Grafikkarte genutzt werden kann, muss die CPU einen Grafikkern haben. Andernfalls muss eine dedizierte Grafikkarte in den Rechner eingesetzt werden.
Intel Ivy-Bridge: Auch Intel bietet CPUs mit Grafikkern. Die Grafikleistung ist aber geringer als bei AMDs Fusion-Reihe.
Intel Ivy-Bridge: Auch Intel bietet CPUs mit Grafikkern. Die Grafikleistung ist aber geringer als bei AMDs Fusion-Reihe.
Bei integrierten Grafikkarten schwankt die Grafikleistung sehr stark. AMD setzt bei der Fusion-Reihe hauptsächlich auf Grafikleistung und weniger auf Rechenleistung. Fusion-Prozessoren sind deshalb gut zum Spielen geeignet. Intel setzt hingegen mehr auf Rechenleistung und weniger auf Grafikleistung. Integrierte Grafikkarten von Intel eignen sich daher gut für Office-PCs und Notebooks.

Grafikkartenhersteller

Es gibt etliche Hersteller von Grafikkarten, etwa Asus, MSI oder Sapphire. Die spieletauglichen Grafikprozessoren selbst stammen aber überwiegend von zwei Produzenten: Nvidia und AMD (ehemals ATI). Beide Hersteller liegen in etwa gleichauf, was die Leistungen angeht. Bei gleichem Preis entsprechen sich die Grafikkarten so in der Regel auch in Bezug auf die Leistung. Für welchen Chipproduzenten Sie sich entscheiden ist deshalb reine Geschmackssache.
Wer einen AMD-Prozessor hat, der greift häufig zu einer Grafikkarte mit einem Chip von AMD. Intel-Kunden greifen oft zu Nvidia. Notwendig ist das jedoch nicht, denn die Produkte lassen sich beliebig kombi­nieren.
Auch Intel muss als wichti­ger Grafikkartenhersteller genannt werden. Die Grafikkarten von Intel sind allerdings nur bedingt spieletauglich und eher für den Office-Betrieb gedacht. So stammen Onboard-Grafikkarten, die in Notebooks verwendet werden, meist von Intel. Intel bedient dabei sogar eine größere Kundschaft als AMD oder Nvidia.
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