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Alles über Mainboards

Steckplätze, SLI und CrossfireX

von - 17.07.2013
Mit Erweiterungskarten lassen sich Ausstattung und Funktionsumfang eines Rechners bequem erweitern. Die bekanntesten Vertreter von Erweiterungskarten sind Grafikkarten, Soundkarten und Netzwerkkarten. Vor einigen Jahren wimmelte es auf einem Mainboard nur so von unterschiedlichen Steckplatzarten. Sie hießen ISA, PCI und AGP. Mittlerweile hat sich PCI Express als universeller Steckplatz für alle möglichen Arten von Erweiterungskarten durchgesetzt.
PCI Express: Die roten Steckplätze nach PCI Express 3.0 sind mit 16 Datenkanälen (Lanes) am Prozessor angebunden. Sie bieten damit die maximale Bandbreite für Grafikkarten.
PCI Express: Die roten Steckplätze nach PCI Express 3.0 sind mit 16 Datenkanälen (Lanes) am Prozessor angebunden. Sie bieten damit die maximale Bandbreite für Grafikkarten.
PCI Express gibt es aber in mehreren Versionen, die Steckplätze haben teils unterschiedliche Längen und auch die Datenraten variieren. PCI Express ist grundsätzlich in Lanes, in Spuren, unterteilt. Die Lanes erreichen – abhängig von der PCI-Express-Version – eine unterschiedlich hohe Bandbreite. Bei PCI Express 1 liegt die Datenrate je Spur bei 250 MByte/s. PCI Express 2 schafft bereits 500 MByte/s und PCI Express 3 ist mit 985 MByte/s spezifiziert.
Die einzelnen Steckplätze eines Mainboards sind mit unterschiedlich vielen Lanes angebunden. Das variiert von Modell zu Modell und ist im Handbuch des Mainboards angegeben. Je mehr Lanes für die Verbindung zwischen Steckplatz und Prozessor genutzt werden können, desto höher ist die effektive Bandbreite. Ein PCI-Express-Steckplatz, der mit „x1“ angegeben ist, hat nur eine Lane zum Prozessor. Er wird meist für Erweiterungskarten mit geringerem Bandbreitenbedarf genutzt und ist zudem besonders kurz.
Steckplätze, die mit „x8“ oder „x16“ gekennzeichnet sind, haben acht oder 16 Lanes als Verbindung zum Prozessor. Ein PCI-Express-Steckplatz der Version 2.0 mit der Angabe „x8“ weist also eine Bandbreite von 4000 MByte/s auf. Ein PCI-Express-Steckplatz der Version 3.0 mit der Angabe „x16“ sogar 31508 MByte/s. Insbesondere Grafikkarten erfordern einen Steckplatz mit 16-facher Anbindung.
SLI-Brücke: Eine solche Platine wird auf mehrere Grafikkarten aufgesteckt und schließt diese zu einem Verbund zusammen. Die Karten berechnen die Grafik dann gemeinsam.
SLI-Brücke: Eine solche Platine wird auf mehrere Grafikkarten aufgesteckt und schließt diese zu einem Verbund zusammen. Die Karten berechnen die Grafik dann gemeinsam.
Übrigens ist jede Lane von PCI Express vollduplexfähig. Die Kommunikation zwischen CPU und Steckkarte ist deshalb in beide Richtungen mit voller Bandbreite parallel möglich.

SLI und CrossfireX

Zusammen mit PCI Express wird auch immer wieder von SLI und CrossfireX gesprochen. Dabei handelt es sich um besondere Koppelungstechniken für Grafikkarten von Nvidia und AMD. SLI verbindet mehrere Grafikkarten von Nvidia zu einer Mehrprozessorgrafikkarte. Dieses Konglomerat teilt sich die Grafikberechnung fortan, sodass sich die Grafikleistung prinzipiell verdoppelt, verdreifacht oder sogar vervierfacht. Dazu sind aber kleine Platinen notwendig, die auf die Grafikkarten aufgesteckt werden.
CrossfireX ist das Pendant für Grafikkarten von AMD. Hier kommt keine Platine, sondern ein flexibles Kabel zum Einsatz.
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