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Hybridfestplatte oder SSD?

SSHDs sind schlichter und preiswerter als SSDs

von - 10.02.2014
Hybridfestplatte: SSHDs wirken äußerlich wie normale Festplatten. 8 GByte Flash-Speicher versprechen aber SSD-ähnliche Leseraten.
Hybridfestplatte: SSHDs wirken äußerlich wie normale Festplatten. 8 GByte Flash-Speicher versprechen aber SSD-ähnliche Leseraten.
Eine Hybridfestplatte ist ein einzelnes Laufwerk. Deshalb ist sowohl der Einbau des Laufwerks im Rechner als auch die Einrichtung von Windows und den Programmen sehr schnell und einfach erledigt.
Bei der Kombination aus SSD und Festplatte muss darauf geachtet werden, mit welchem SATA-Anschluss die SSD und mit welchem die Festplatte verbunden werden sollte. Bei einer Hybridfestplatte entfällt dieses Problem. Sie wird einfach am ersten SATA-Anschluss angeklemmt.
Die Windows-Installation gestaltet sich einfacher, weil nicht mehr darauf geachtet werden muss, dass Windows auch tatsächlich auf der SSD und nicht auf der Festplatte installiert wird. Denn die SSHD stellt sich nach außen hin als einzelnes Laufwerk dar, auch wenn sie intern eine SSD und eine Festplatte kombiniert.
Darüber hinaus sind Hybridfestplatten zu älteren Windows-Versionen voll kompatibel. So kann eine SSHD problemlos in Verbindung mit Windows XP eingesetzt werden.
SATA-Anschluss: Für Hybridfestplatten ist kein spezieller Anschluss notwendig. Sie werden ganz normal per SATA verbunden.
SATA-Anschluss: Für Hybridfestplatten ist kein spezieller Anschluss notwendig. Sie werden ganz normal per SATA verbunden.
Eine SSD ist mit Windows XP hingegen nur begrenzt nutzbar, weil XP den wichtigen TRIM-Befehl nicht kennt. Der Befehl leert die von gelöschten Dateien belegten Speicherzellen. Wird die Speicherzelle erst beim erneuten Beschreiben gelöscht, bremst das die SSD erheblich aus. TRIM ist bei SSHDs wiederum gar nicht notwendig.

SSHDs sind preiswerter

SSDs sind im Vergleich zu Festplatten sehr teuer. Jedes Gigabyte kostet bei einer SSD im Schnitt 0,80 Euro. Bei einer Festplatte kostet jedes Gigabyte nur 0,06 Euro, gerade einmal ein Dreizehntel des SSD-Preises. Deshalb werden SSDs oft nur mit 128 bis 256 GByte Kapazität gekauft, während Festplatten mit 1 bis 2 TByte heute nicht mehr unüblich sind.

Hersteller

Seagate

Seagate

Produktname

 ST2000DX001

 ST1000DX001

Straßenpreis

100 Euro

80 Euro

Technische Daten

Formfaktor

3,5 Zoll

3,5 Zoll

Anschluss

SATA 3

SATA 3

Kapazität (Festplatte)

2000 GByte

1000 GByte

Kapazität (Flash-Speicher)

8 GByte

8 GByte

Spindeldrehzahl

7200 U/min

7200 U/min

Mittlere Zugriffszeit

12 ms

12 ms

Cache

64 MByte

64 MByte

Seagate: Hybridfestplatten für PCs (Preise: Februar 2014)
Hybridfestplatten sind hingegen nur unwesentlich teurer als Festplatten. Jedes Gigabyte kostet etwa 0,10 Euro, also knapp doppelt so viel wie bei herkömmlichen Festplatten. Der höhere Preis ist dem Flash-Speicher, der recht aufwendigen Kontrollertechnik und den geringen Absatzzahlen geschuldet.
Dennoch bekommen Sie bei einer SSHD ähnlich viel Speicherplatz wie bei einer herkömmlichen Festplatte und Sie profitieren dank des Flash-Speichers gleichzeitig von deutlich höheren Leseraten.
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