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High-Tech-Drohnen im kommerziellen Einsatz

Beispiele für Business-Drohnen (Teil 1)

von - 26.02.2020
Die Auswahl an professionellen Drohnen, die sich für den Unternehmenseinsatz eignen, ist mittlerweile kaum mehr zu überschauen. Den meisten Drohnen ist gemeinsam, dass sie eine bestimmte Nutzlast aufweisen. Damit können sie Waren transportieren oder eine Kamera für professionelle Foto- und Videoaufnahmen bewegen.
Scarabot Gimbal
Für wackelfreie Aufnahmen: Eine in der „Gimbal“-Aufhängung verbaute Kamera bewegt sich in alle Richtungen und gleicht Drohnenbewegungen aus.
(Quelle: ScaraBot)
Für Aufnahmezwecke kommt in der Regel eine sogenannte Gimbal zum Einsatz. Gimbal ist der englische Begriff für eine kardanische Aufhängung, eine Art externe Bildstabilisierung für Kameras. In einer Gimbal kann sich eine montierte Kamera in alle Richtungen drehen. Diese Art der Bildstabilisierung ist bei Drohnen wichtig, da sie zum Beispiel bei Wind ordentlich durchgeschüttelt werden. Ohne eine Gimbal wären die Kamerabilder, selbst wenn die verbaute Kamera über eine Bildstabilisierung verfügt, viel zu verwackelt, um sie später sinnvoll nutzen zu können.
Viele professionelle Drohnen unterstützen einen Flug in der Ich-Perspektive, den First Person View, kurz FPV. Dabei ist bereits die Befestigung einer Kamera ein FPV, wenn auch eine passive Form davon: Nach dem Flug lassen sich die Aufnahmen nämlich aus der Perspektive der Drohne ansehen. Viele Drohnen verfügen aber auch über ein aktives FPV-System. Dabei werden die Kamerabilder aus der Drohne live auf das Steuergerät des Piloten übertragen - also auf eine Fernsteuerung mit Display, auf ein Smartphone oder eine Videobrille. Ein aktiver First Person View ist für alle professionellen Bild- und Videoaufnahmen ein Muss.
Im Folgenden stellt com! professional sechs Beispiele für kommerziell ausgerichtete Drohnen vor. Sie veranschaulichen die Bandbreite an Bauformen und Einsatzmöglichkeiten, von der 4K-Kameradrohne über das Komplettpaket für die Geodäsie bis zum „Schwerlasttransporter“.
DJI Mavic 2 Enterprise
Beispiel DJI Mavic 2 Enterprise: Profi-Drohnen wie diese verfügen über Wärmebildkamera, Scheinwerfer und ein leistungsstarkes Zoom.
(Quelle: DJI)
DJI Mavic 2 Enterprise:
Die Profi-Drohnen der Serie Mavic 2 Enterprise des Herstellers DJI sind Quadrocopter und eignen sich nicht nur für Videoaufnahmen, für die die Drohnen mit einer hochauflösenden 12-Megapixel-Sichtkamera mit 2-fach optischem Zoom und 4K-Videos sowie einer Wärmebildkamera ausgerüstet werden. Der Anbieter hat für die Mavic-2-Enterprise-Flug­geräte auch einen montierbaren Scheinwerfer für die Personensuche sowie einen Lautsprecher beispielsweise für die Kommunikation bei Einsätzen mit Bodenmannschaften im Sortiment.
Für einen möglichst sicheren Flugbetrieb bietet DJI außer einem Kollisionswarnlicht auch ein sogenanntes Flight-Autonomy-System an. Es ermöglicht eine omnidirektionale Hinderniserkennung. Diese besteht aus acht Sicht- und zwei Infrarotsensoren an den Seiten der Drohne, die einen 360-Grad-Radius abdecken. Das System zur Hinderniserkennung erfasst die relative Geschwindigkeit und Entfernung zwischen dem Fluggerät und der Umgebung und soll so vor Kollisionen schützen, indem die Drohne auch in beengten Umgebungen Hindernissen automatisch ausweicht.
Dabei wiegen die Drohnen nur rund 900 Gramm und lassen sich für den Transport kompakt zusammenfalten. Selbstwärmende Akkus sorgen dafür, dass sie jederzeit einsatzbereit sind - auch in kalten Regionen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die maximale Flugzeit der Drohnen liegt laut Hersteller je nach Wetterbedingungen und Ausstattung bei 22 bis 31 Minuten.
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