CeBIT im Zeichen der Digitalen Transformation

CeBit-Highlights für den Messe-Rundgang

von - 03.03.2016
Big Rep: Der derzeit größte 3D-Drucker.
Die Deutsche Bahn will sich „ändern“, erläuterte Volker Kefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, auf der CeBIT-Preview. Deshalb ist die Bahn, die sich bislang eher auf der handfesteren Hannover Messe zu Hause fühlte, auch auf der CeBIT vertreten: als Partner des Scale11. Die Digitalisierung wirke sich auf die gesamte Gesellschaft und damit auch auf die Deutsche Bahn aus. In 260 Projekten arbeite die Bahn derzeit an der Digitalisierung. Als Potenzial nannte Kefer 5 Millionen Reisende, die die Bahn jeden Tag transportiert. Es handle sich somit um mindestens 5 Millionen Kundenkontakte täglich. Hinzu kämen die Gäste, die sich nur im Bahnhof aufhalten oder dortige Geschäfte aufsuchen. In der Digitalisierung sieht die Bahn zudem die Möglichkeit, die Pünktlichkeit und die gesamte Reisequalität zu verbessern. Die Customer-Experience stehe dabei im Vordergrund. Immerhin entwickele sich mit dem autonomen Fahren das wohl stärkste Konkurrenzprodukt, so Kefer.
Doorbird: Bitkom zeigt die vernetzte Gegensprechanlage.
Auch der Branchenverband Bitkom widmet sich auf der CeBIT ganz der Digitalisierung, kompakt auf einem Stand in Halle 4, Stand B72. Dort versammeln sich einige deutsche Unternehmen wie Bigrep mit dem derzeit größten 3D-Drucker oder Relayr mit seiner IoT-Plattform, die Dinge zum Leben erwecken soll. Green City Solutions präsentiert den digital durchwachsenen City Tree für Vertical Gardening, Doorbird seine vernetzte Gegensprechanlage.
Letztes Jahr diskutierte Microsoft noch über die Rahmenbedingungen für das digitale Wirtschaftswunder, dieses Jahr benennt es sieben Erfolgsfaktoren: flexible Infrastrukturen, lebendige Organisation, autonom arbeitende Teams, mobile Mitarbeiter, transparentes Wissen, vernetzte Produktionsprozesse und ein agiler Staat.
Sabine Bendiek
Sabine Bendiek
Vorsitzende der Geschäftsführung Microsoft Deutschland, über Vorzeigeunternehmen der
digitalisierten Wirtschaft
Foto: Microsoft
„Mit ihren Transformationsprojekten haben sie nicht nur die Innovationsfähigkeit ihrer Organisationen deutlich verbessert, sondern auch den dafür notwendigen Kulturwandel geschafft. Als Wirtschaftswundermacher stehen sie (…) für die Aufbruchstimmung, die wir in Deutschland dringend brauchen.“
An konkreten Projekten will Microsoft auf 2000 Quadratmetern in Halle 4 zeigen, wie sich das digitale Wirtschaftswunder in Deutschland bereits manifestiert hat. Dazu hat es „Wirtschaftswundermacher“ aus Unternehmen, Bildungsorganisationen, Verwaltung und NGOs eingeladen – etwa von ABB, das per Microsoft Azure vernetzte Schnellladestationen für Elektroautos entwickelt hat und damit auch Predictive Analytics realisiert.
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