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Software schneller entwickeln mit APIs

Interne APIs, APIs für Partner und API-Management

von - 21.03.2016
Werden die Unternehmensprozesse Schritt für Schritt digitalisiert, heißt das auch, die digitalen Informationen bereitzustellen – wahlweise, um unterschiedlichste IT-Module zusammenbringen oder um die Daten für Produkte und Lösungen nutzbar zu machen. APIs empfehlen sich hier als zukunftssichere und universelle Schnittstelle.
API-Management: Neben Anbietern wie CA und Api­nauten hält auch Microsoft eine API-Management-Lösung bereit.
Wer dabei zeitnah und vorausschauend ein API-Konzept vorantreibt, der kann typische Probleme vermeiden, die bei der Ad-hoc-Entwicklung entstehen können. Undokumentierter Wildwuchs, unnötige Doppelungen, nicht mehr auflösbare Inkompatibilitäten, fehlendes Rechtemanagement, unpflegbare Versionen sind auf lange Sicht geschäftsschädigend. Stattdessen muss ein zentrales API-Management implementiert werden, das sich um die Veröffentlichung und die Kontrolle der Programmierschnittstellen kümmert. Es regelt ganz genau, wer wann wie oft in welchem Umfang auf welche Daten zugreifen darf und wie Daten ins Unternehmen eingespeist werden können.
Der Lohn: Steht die API samt Management erst einmal, dann lassen sich Produkte und Lösungen nahezu spontan entwickeln und ausrollen, weil der Zugriff auf die Daten bereits möglich und zudem standardisiert ist. Dank Management lässt sich sehr schnell erkennen, wie die APIs genutzt werden und welche Optimierungen sich vornehmen lassen. Außerdem fallen mit einer ausgeklügelten API die Innova­tionszyklen kürzer aus.

APIs für Partner

Internetgiganten wie Amazon, Google und Facebook machen es vor. Sie öffnen ihre APIs für Dritte und binden sie an den eigenen Kosmos – angefangen bei der Integration von Google Maps und Youtube über die Anbindung von Shops an Amazon Marketplace bis zur Entwicklung eigner Apps und das automatisierte Veröffentlichen von Beiträgen bei Facebook. Je stärker Dritte die APIs nutzen, desto marktreleveanter werden sie.
Für die allermeisten digitalisierten Unternehmen mag das Internet nicht unbedingt die ideale Zielgruppe sein. Es reicht bereits, die internen APIs auch Partnern – oder solchen, die es werden wollen – bereitzustellen. Durch die Integration in die Wertschöpfungskette profitieren das Unternehmen selbst, die Partner und auch die Kunden.

API-Management

Die Öffnung von Programmierschnittstellen birgt auch gewisse Gefahren. DDoS-Attacken, gezielt durchgeführt oder durch Programmierfehler ermöglicht, könnten die API lahmlegen. Damit rückt das API-Management in den Fokus, insbesondere Authentifizierung, Ratenbeschränkungen, Überwachung und Integrität.
Eine Partner-API mag also wie eine große Herausforderung erscheinen. Mittlerweile bieten aber verschiedene Unternehmen umfangreiche API-Zusatzdienste an, zum Beispiel Microsoft mit Azure API Management, CA mit der API Management Suite, die Leipziger Apinauten mit dem Apiomat oder SAP mit der HANA Cloud Platform.
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