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Digitale Transformation

Software schneller entwickeln mit APIs

von - 21.03.2016
Software schneller entwickeln mit APIs
Foto: Fotolia / Alex
Immer kürzere Innovationszyklen sind für Entwickler nur noch per Application Programming Interface (API) zu meistern. com! professional erläutert die verschiedenen API-Konzepte.
Eine Patentstrategie für die digitale Transformation gibt es nicht, nur Lösungsansätze. So viel ist aber klar: Vorangetrieben wird die Digitalisierung durch Einfallsreichtum und Agilität – Idee erarbeiten, Ziel definieren und eher gestern als morgen umsetzen. Und dann gilt es, kontinuierlich Verbesserungen nachzulegen. Diese als Perpetual Betas bekannten Lösungen zwingen Unternehmen immer kürzere Innovationszyklen auf.
Google Maps: Car2Go nutzt die Google Maps API, um die Standorte der eigenen Carsharing-Flotte darzustellen, und bietet auch selbst eine API an.
Um die Verknappung der Entwicklungszeit zu kompensieren, wird gern auf die Fail-Early-Fail-Fast-Mentalität verwiesen. Nehmen Kunden oder Mitarbeiter eine Lösung nicht an, funktioniert sie also nicht, dann muss sie entweder kurzfristig überarbeitet oder komplett eingestampft und durch etwas Neues ersetzt werden.
Müssen die Entwickler aber für jede neue Lösung oder Verbesserung erst massiv Ressourcen darauf verwenden, grundsätzliche Funktionalitäten bereitzustellen, dann arbeiten sie ineffizient. Die Nutzung agiler Methoden und die Einführung von DevOps, also Maßnahmen, um Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb besser zusammenzubringen, können aus diesem Dilemma heraushelfen. Eine entscheidende Rolle spielen zudem die APIs, die Programmierschnittstellen.
Grob lassen sich drei Möglichkeiten unterscheiden, mit APIs die Software-Entwicklung und damit die digitale Transformation des Unternehmens zu beschleunigen.

Externe APIs

Anstatt zum Beispiel für ein Carsharing-Portal selbst eine interaktive Landkarte mit halbgaren Kartendaten zu entwickeln, steht etwa mit Google Maps ein stets aktuelles, bekanntes, universell einsetzbares und sehr schnell implementierbares Produkt bereit – noch dazu mit einer hervorragend dokumentierten API. Sich einige Minuten in die Dokumentation zu vertiefen, reicht bereits aus, um hoch funktionale, interaktive Kartenanwendungen zu bauen.
Einige Unternehmen scheuen den Einsatz externer APIs, weil sich für die implementierenden Lösungen eine Abhängigkeit von Dritt­anbietern ergibt oder Nutzungsgebühren anfallen. Dennoch spricht vieles für ihre Verwendung. Die gesteckten Ziele lassen sich schneller erreichen und die eingesparte Zeit kann in die User Experience investiert werden.
Das Risiko, dass externe APIs im Lauf der Zeit verwaisen, lässt sich zwar nicht ganz ausschalten, im Verhältnis zum Effizienzgewinn ist es aber vertretbar.
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