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Datenbereinigung

Schritt für Schritt zu sauberen Daten

von - 16.06.2020
Datenmanagement
Foto: WHiteMocca / shutterstock.com
Erfolg und Misserfolg eines Projekts entscheiden sich oft über die Qualität der Daten. Deshalb sollte die Bereinigung beziehungsweise Reinhaltung Selbiger zur Chefsache gemacht werden.
Chefsache
Verantwortlichkeit: Für die Gewährleistung der Datenqualität muss der Chef selber sorgen.
(Quelle: Burlingham / shutterstock.com )
Waschen, schneiden, föhnen: (Kunden-)Daten zu bereinigen, sollte so regelmäßig passieren, wie zum Friseur zu gehen. Denn nur korrekte, vollständige und aussagekräftige Daten ermöglichen eine gezielte Kundenansprache über Kampagnen und personalisierte Angebote oder auch einen erstklassigen Kundenservice. Spätestens wenn Daten aus diversen Quellen in einem System, etwa einem CRM-System, zusammengeführt werden sollen, ist es an der Zeit, über eine Datenbereinigung nachzudenken. Wie diese aussehen kann, zeigt die Schritt-für-Schritt-Anleitung von Sue Chucholowski und Markus Thun von Factory42.

Datenqualität kostet

Notwendigkeit und Business-Value qualitativ hochwertiger Daten sind unstrittig. Saubere Kundendaten ermöglichen effektive Geschäftsprozesse. Beim Einführen einer Customer-Relationship-Management-Plattform kann die Qualität der Kundendaten und der Umgang mit diesen Daten über den langfristigen Erfolg oder Misserfolg des Projekts entscheiden. Auslöser für ein Datenbereinigungsprojekt ist daher oft der Wechsel auf eine neue CRM-Plattform oder das Zusammenführen von Kundendaten aus unterschiedlichen Datenquellen in einem CRM-System. Datenbereinigung sollte zu einem in festen Abständen durchgeführten Vorgang werden. 40 Prozent aller Geschäftsinitiativen bringen nicht die erwarteten Vorteile - wegen schlechter Datenqualität, wie Gartner ermittelt hat.

„Shit in“, „Shit out“

Ziel der Datenbereinigung ist es, fehlerhafte, doppelte, falsch formatierte, unvollständige oder irrelevante Kundendaten zu identifizieren und zu korrigieren. Bei der Datenbereinigung sollten Sie Aufwand und Nutzen stets im Blick behalten.
Eine „As is“-Datenmigration, also eine Übernahme der bestehenden Daten ohne Bereinigung, kann bei der Einführung eines neuen CRM-Systems durchaus sinnvoll sein, um ein Go-live nicht unnötig hinauszuzögern. Dann sollte es aber einen detaillierten Plan zur zeit­nahen Bereinigung der Kundendaten im neuen System geben.
Es sollte unbedingt vermieden werden, dass Datenmüll („shit in“) am ­Anfang der operativen Prozesskette zu fehlerhaften Ergebnissen („shit out“) -­etwa bei Kundenbewertung und -ansprache - am Ende der Prozesskette führt.

Zur Chefsache machen

Datenqualität ist Chefsache, denn Daten bilden eine wesentliche Grundlage für Unternehmensentscheidungen. Datenbereinigung beginnt bereits bei der manuellen Dateneingabe. Um den Aufwand für eine Datenbereinigung von Anfang an möglichst gering zu halten, sollten potenzielle Fehler schon bei der Datenerfassung vermieden werden. Überprüfen Sie daher Ihre Geschäftsprozesse, um wirksam zu verhindern, dass unzureichende Daten überhaupt ins System gelangen.
Es ist essenziell, dass die wichtigen Attribute eines Kundendatensatzes allen Anwendern des CRM-Systems bekannt sind. Schulen Sie Ihre Mitar­beiter, damit diese besser verstehen, wie sie Einfluss auf die Datenqualität nehmen können und welche Ziele dahinterstehen.
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