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Mit Design Thinking innovative Ideen entwickeln

Drei Faktoren

von - 25.04.2018
Design Thinking
Entwicklung neuer Produkte: Dabei sind die Faktoren menschliche Bedürfnisse, technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen.
(Quelle: "Kreativität und Selbstvertrauen" (Verlag Hermann Schmidt) IhorZigor / shutterstock.com )
Mit der Geschichte demonstrieren David und Tom Kelley, was erreicht werden kann, wenn ein an Menschen orientierter Ansatz genutzt wird. Sie empfehlen, die drei Faktoren technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und menschliche Bedürfnisse ins Gleichgewicht zu bringen. Das Ziel müsse sein, „den Bereich zu finden, an dem sich Machbarkeit, Rentabilität und Bedarf überschneiden“. Wie kann das gehen?
Die Basis vieler Entwicklungen sind zunächst die Bereiche Machbarkeit und technische Eigenschaften. Nach Ansicht der beiden Kelley-Brüder ist das zu wenig, um wirklich überzeugende und erfolgreiche Produkte zu entwickeln. „Tolle Technologie allein reicht nicht“, schreiben sie in ihrem Buch. Deswegen müsse im nächsten Schritt auch die Rentabilität miteinbezogen werden. „Die Technik muss nicht nur funk­tionieren, sie muss auch kostendeckend und wettbewerbs­fähig produziert und eingesetzt werden können.“ Außerdem müsse sie ins Geschäftsmodell des Unternehmens passen. Erinnert sei an die Fleisch-Lasagne von Colgate und das Parfüm von Harley-Davidson. Beide passten nicht ins Portfolio des jeweiligen Herstellers – und nicht zur Zielgruppe.
Nun kommt der dritte Faktor ins Spiel, die menschlichen Bedürfnisse. Er sei nicht notwendigerweise wichtiger als die anderen beiden Faktoren. Allerdings würden diese bei vielen Entwicklungen und in den meisten Unternehmen bereits ausreichend gewürdigt. Bei der „menschlichen Perspektive“ sehe es anders sehe aus. Die Kelleys sind überzeugt, dass dieser bislang häufig vernachlässigte Bereich den „besten Ansatzpunkt für Innovationen“ bietet.
Weiter führen sie aus: „Der Anwender steht im Mittelpunkt unseres Innovationsprozesses.“ Man müsse nur versuchen zu verstehen, „warum Menschen machen, was sie gerade machen“. Auf diese Weise könne man relativ leicht „herausfinden, was sie in Zukunft machen könnten“. Es gelte, „den Punkt zu finden, an dem sich Machbarkeit, Rentabilität und die Bedürfnisse des Menschen überschneiden, indem man die wahren Bedürfnisse und Wünsche seiner Kunden miteinbezieht“. Dies sei „Teil dessen, was wir bei IDEO und an der d.school Design Thinking nennen.“ Auf diesen Grundsätzen aufsetzend haben sie vier Schritte entwickelt, die – in verschiedenen Variationen – maßgeblich für erfolgreiche Entwicklungen verantwortlich sind beziehungsweise sein können. Im Einzelnen sind es Inspiration, Synthese, Ideenbildung/Experimentieren und Umsetzung.
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