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Der Arbeitsplatz der Zukunft ist schon da

Microsoft 365 als Einstiegspunkt

von - 04.09.2020
New Work in Unternehmen
Wichtige Business-Themen: Der Arbeitsplatz der Zukunft rangiert hinter IT-Sicherheit auf Platz zwei.
(Quelle: IDG/Statista, n = 630 (je kleiner der Wert, desto wichtiger) )
Die Wahl der richtigen Lösungen für den Digital Workplace kann zur Glaubensfrage werden. Ist man besser aufgehoben bei einem großen Konzern wie Microsoft, der sämtliche Aspekte abdeckt, oder sind nicht vielmehr Open-Source-Produkte die bessere Wahl, um die Abhängigkeit von einem Anbieter, also einen Vendor-Lock-in, zu vermeiden?
BTC-Consultant Mareike Theobald steht Microsoft offen gegenüber: „Microsoft 365 in Kombination mit einem Sharepoint sowie mit One Drive und Microsoft Teams könnten das solide Fundament eines Modern Workplace bilden.“ Sharepoint diene dabei für das gesamte Unternehmen als Ablageort der Daten und Dokumente. „One Drive ist der cloud­basierte Ablageort für jeden Einzelnen. Durch Microsoft 365 bekommen Mitarbeiter die Möglichkeit, flexibel und von überall aus zu arbeiten. Allein die Verfügbarkeit der Welt von Microsoft 365 macht aber noch keinen Modern Workplace.“ BT-Manager Sven Klindworth sieht das ähnlich: „Die Bedeutung von Microsoft 365 ist natürlich enorm. Der Einsatz von Microsoft Teams, das unter anderem als Frontend für Sharepoint dient, steigt in Corona-Zeiten noch rasanter an.“
Andrea Wörrlein, Geschäftsführerin von VNC, Anbieter von Produkten für die Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen, hält dagegen das Szenario eines Vendor-Lock-ins für real. „Das zeigt unter anderem das Beispiel Bayern, wo ganze Schülergenerationen beim Lernen von zu Hause zur Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller zwangsverpflichtet werden.“ Aber auch wenn es diese direkte Einflussnahme nicht gebe, entstünden indirekte Abhängigkeiten. „Denn bei der Nutzung einer bestimmten Anwendung oder Plattform fallen große Datenmengen an, die dort abgelegt oder in direktem Zugriff sind.“ Je mehr Daten in einer Anwendung anfielen, desto schwieriger werde es zu wechseln. „Häufig erschweren Anbieter auch bewusst den Datenexport oder verwenden proprietäre Formate, die nach dem Export quasi nutzlos sind, da elementare Daten oder Metadaten fehlen.“ Die Folge: Nutzer sind praktisch gezwungen, bei dem einmal gewählten Anbieter zu bleiben.
Andrea Wörrlein
Andrea Wörrlein
Geschäftsführerin von VNC
https://vnclagoon.com
Foto: VNC
„Proprietäre Produkte schalten zumindest partiell den Wettbewerb aus.“
„Proprietäre Produkte schalten zumindest partiell den Wettbewerb aus“, so Andrea Wörrlein weiter. Damit sinke der Innovationsdruck und in der Konsequenz die Innovationsgeschwindigkeit. „Im Gegensatz zu offenen Open-Source-Lösungen ist der Quellcode ein eifersüchtig gehütetes Geheimnis und damit weder einsehbar noch auditierbar und meist auch miserabel dokumentiert.“ Durch den Blackbox-Charakter würden Sicherheitslücken oft sehr spät oder gar nicht erkannt. „Offene Schnittstellen sowie gemeinsam definierte und weiterentwickelte Standards sichern die Inter­operabilität, die weltweite Entwickler-Community treibt die Innovationen voran und ein transparenter Source Code erhöht Sicherheit und Auditierbarkeit.“
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