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Bessere Update-Politik

Microsoft kündigt Mai 2019 Update für Windows 10 an

von - 05.04.2019
PC-Update
Foto: vectorplus / Shutterstock.com
Mit dem Mai 2019 Update soll für Windows-10-Nutzer alles besser werden. Microsoft verspricht eine höhere Update-Qualität und mehr Kontrolle beim Aufspielen von Aktualisierungen. Außerdem können nun auch Home-Anwender Updates aufschieben.
Nachdem die vergangenen Feature-Updates für so manchen Windows-10-Nutzer im Fiasko endeten, gelobt Microsoft nun Besserung und überarbeitet umfassend die Update-Politik seines Betriebssystems. Mit dem anstehenden Aktualisierungspaket namens Mai 2019 Update können Nutzer erstmals "fast" frei entscheiden, wann, welche Updates für Windows installiert werden sollen. Darüber hinaus führt das Update verschiedene neue Features und Verbesserungen ein, wie etwa eine von Cortana getrennte Suche oder ein neues Light Theme.

Keine automatische Installation von Feature-Updates

Feature-Updates
Feature-Updates werden ab sofort manuell eingeleitet.
(Quelle: Microsoft )
Mehr Kontrolle räumt Microsoft den Nutzern beispielsweise bei der Installation der großen Feature-Updates ein. Diese werden nun nicht mehr automatisch installiert, sobald die Redmonder das eingesetzte System als geeignet einstufen. Stattdessen werden die Nutzer lediglich darüber informiert, dass ein Update für ihr System bereitsteht und installiert werden kann. Der Anwender kann diese Installation maximal um 35 Tage hinauszögern. Falls jedoch die Unterstützung für die aktuell eingesetzte Windows-Variante ausläuft, wird ein Feature-Update automatisiert durchgeführt, um die Sicherheit des Systems zu gewährleisten.

Auch Home-Nutzer dürfen Updates schieben

Eine willkommene Neuerung erwartet auch Nutzer der Home-Edition. So erlaubt Microsoft jetzt auch in der Basis-Variante von Windows 10 das Aufschieben von Updates um maximal 35 Tage.  So können nun, neben den oben thematisierten Feature-Updates, auch die monatlichen Updates auf einen passenderen Zeitpunkt umdatiert werden. Bislang war dies nur Nutzern der Pro- und Enterprise-Editionen möglich.

Updates besser terminieren

Damit Updates nicht während der Arbeit stören, bietet Windows seit dem Anniversary Update die Möglichkeit, aktive Stunden in den Update-Einstellungen zu definieren. Während dieses Zeitraums wird das System keine Aktualisierungen vornehmen. In der Praxis konnte das Feature aufgrund seines unflexiblen Aufbaus allerdings nie ganz überzeugen. Dieses Problem wurde auch im Rahmen einer Forschungsarbeit behandelt, die die Update-Praxis von Windows 10 als zu chaotisch benennt. Für Abhilfe soll hier nun eine intelligente Funktion sorgen, die selbstständig anhand der Aktivitätszeiten des PCs den optimalen Zeitraum für Updates festlegt.
Ganz ähnlich arbeitet die verbesserte Update-Orchestrierung für Systemaktualisierungen und Patches aus dem Windows Store. Künftig soll Windows diese Installationen möglichst dann vornehmen, wenn der Nutzer gerade nicht am Gerät arbeitet.

Längerer Testzeitraum und KI für bessere Update-Qualität

Um schließlich auch die Qualität seiner Feature-Updates zu optimieren, verlängert Microsoft den Testzeitraum der Aktualisierungen in seiner Insider-Gemeinschaft. Die Vorabversionen des sogenannten Release Preview Ring sollen dadurch intensiver getestet werden, wodurch sich Microsoft eine bessere Fehlerbeseitigung erhofft.
Außerdem wollen die Redmonder das von den Insidern beigetragene Feedback - immerhin 20.000 Einträge pro Tag - mittels Machine Learning effizienter auswerten. Dadurch verspricht man sich, auch dringliche Probleme, die nur selten auftreten, schneller zu identifizieren und zu beheben.

Update-Dashboard

Für mehr Transparenz soll indessen das frei zugängliche Update-Dashboard sorgen. Die zentrale Anlaufstelle nimmt Informationen zu Bugs und Problemen rund um alle verfügbaren Updates der unterschiedlichen Windows-Versionen auf. Anwender können sich hier im Vorfeld über den aktuellen Update-Status und mögliche Probleme informieren.
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