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Antiviren-Software im Performance-Test

Microsoft Defender nagt an der Leistung

von - 20.10.2017
Gestresster Nutzer
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AV-Comparatives hat untersucht, wie sich Sicherheits-Lösungen auf die Rechenleistung auswirken. Wenig Belastung geht von ESETs Software aus, schlechter schnitten hingegen die Programme von Microsoft und Adaware ab.
AV-Comparatives
So schnitten die Sicherheits-Suiten in den jeweiligen Kategorien ab.
(Quelle: AV-Comparatives)
In einem neuen Performance-Test hat AV-Comparatives untersucht, wie sich die Nutzung verschiedener Security-Suiten auf die Leistung von PCs auswirkt. Die aktuellen Versionen von insgesamt 21 Programmen nahm die österreichische Organisation dabei unter die Lupe. Beim Test prüfte AV-Comparatives den Einfluss auf das Kopieren von Daten, das Erstellen und Entpacken von Archiven, das Installieren, Deinstallieren und Starten von Programmen, den Download von Files sowie auf das Surfen im Internet.
Am unteren Ende der Tabelle findet sich der unter Windows 10 vorinstallierte Windows Defender in der Version 4.11 wieder. Microsofts Antiviren-Software schnitt insbesondere beim Kopieren von Daten schlecht ab, doch etwa auch beim Installieren und Deinstallieren von Programmen erreichte diese nur mittelmäßige Werte. Noch mehr als der Windows Defender belastete allerdings Adaware Antivirus Pro 12.2 das Testsystem. In der Bewertung vergab AV-Comparatives für die beiden Sicherheits-Programme folglich nur einen von drei möglichen Sternen. Am besten schnitten die Lösungen von ESET, F-Secure, VIPRE und Bitdefender ab. In die Drei-Sterne-Kategorie schafften es mit ihnen noch zehn weitere Programme, wie aus dem Testbericht [PDF] hervorgeht.
Übersicht
Die Platzierungen in der Übersicht.
(Quelle: AV-Comparatives)
AV-Comparatives testet regelmäßig die Performance von Sicherheits-Lösungen – letztmals im Mai [PDF] dieses Jahres. Im Vergleich dazu konnte sich insbesondere F-Secure stark verbessern. Während es die Vorgänger-Version lediglich auf dem 14. Platz schaffte, belegt die aktuelle Ausführung nun den zweiten Rang. ESET konnte den Spitzenplatz verteidigen. Microsoft musste sich im Mai noch mit dem Schlusslicht begnügen, konnte sich nun um einen Platz verbessern.
Den Test führten die Österreicher auf einem E560-Rechner von Lenovo durch, ausgestattet mit einem Intel Core i5-6200U Prozessor, 8 GByte RAM und einer SSD. Laut AV-Comparatives lief auf dem Rechner während dem Test eine saubere 64-Bit-Version von Windows 10. Die Leistung sei schließlich mit der Testing-Suite PC Mark 10 Professional gemessen worden, heißt es in dem Bericht weiter.
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