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Kein Zugriff auf 6.900 Geräte

FBI ist frustriert wegen verschlüsselter Smartphones

von - 26.10.2017
Gesichertes Smartphone
Foto: somrak jendee / Shutterstock.com
Auf die Inhalte von 6.900 Smartphones von mutmaßlichen Verbrechern konnte das FBI im laufenden Jahr nicht zugreifen, denn sie waren verschlüsselt.
Christopher Wray
Kann viele Smartphones nicht knacken, weil sie verschlüsselt sind: FBI-Chef Christopher Wray.
(Quelle: FBI)
Verschlüsselung ist der beste Schutz vor neugierigen Behörden und Hackern. So hat sich Christopher Wray, Chef der US-Bundespolizei FBI (Federal Bureau of Investigation), wie AP berichtet, an einem Kongress von Polizeichefs in Philadelphia darüber beklagt, seiner Dienststelle sei im laufenden Jahr der Zugriff auf die Inhalte auf insgesamt 6.900 Smartphones verwehrt geblieben, trotz richterlichem Durchsuchungsbefehl. Grund: die Inhaber der Telefone hatten ihre Daten konsequent verschlüsselt.
"Das ist gelinde gesagt ein riesiges Problem", meinte er. "Es beeinträchtigt unsere Ermittlungen in allen Bereichen - gegen Drogenhandel, Menschenhandel, Terrorbekämpfung, Spionageabwehr, organisiertes Verbrechen, Bandenkriminalität und Kindesmissbrauch", so Wray weiter.
Einmal mehr wird auf das Verhalten der Techindustrie gezielt, deren Vertreter wie etwa Apple sich in der Vergangenheit geweigert hatten, die Behörden bei der Entschlüsselung von Kunden-Smartphones zu unterstützen. Wray hofft daher wohl auf einen vor Kurzem vorgestellten Plan des US-Justizministers, schwache oder mit eigenen Worten "verantwortungsvolle" Verschlüsselung einzuführen. Diese technisch noch sehr vage gehaltene Methode soll es den Strafverfolgungsbehörden - aber niemand anderem - irgendwie ermöglichen, die Verschlüsselung  bei Verdächtigen zu knacken.
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