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Linux-Verschlüsselung

Cryptsetup beherrscht jetzt auch Bitlocker

von - 10.02.2020
Verschlüsselung
Foto: vchal / shutterstock.com
Das Linux-Verschlüsselungs-Tool Crpytsetup ist in Version 2.3.0 erschienen. Unterstützt werden damit ab sofort auch Bitlocker-Verschlüsselungen, die unter Windows der Standard sind. Die neue Version sei zwar stabil, jedoch experimentell, so die Entwickler.
Linux wird standardmäßig mit dem Tool Cryptsetup verschlüsselt. Dieses geht nun in Version 2.3.0 an den Start und soll ab sofort auch Microsofts Bitlocker-Verschlüsselung unterstützen. In Kombination mit den entsprechenden Bordmitteln lassen sich so nun Bitlocker-Datenträger nativ unter Linux einbinden. Bisher war dies nur über einige Umwege möglich.
In der Release-Note heißt es, dass es sich zwar um eine stabile, jedoch experimentelle Funktion handelt. Außerdem wird wohl nur die Aktivierung von bereits vorhandenen Partitionen oder Volumes via Passphrase oder die Wiederherstellung von Passphrase unterstützt. Neue Geräte können hingegen (noch) nicht hinzugefügt werden. Grundsätzlich komme Cryptsetup mit allen neueren Formaten zurecht. Die Ausnahme bildet hier jedoch Windows Vista. Nicht supportet werden hingegen TPM, Smart Card oder ein anderer Schlüsselschutz.

Richtiger Treiber erforderlich

Ferner heißt es in der Release-Note, dass alle Metadaten auf dem Ursprungsgerät schreibgeschützt behandelt werden. Das bedeutet, dass diese zwar ausgelesen, nicht aber verändert werden können. Lediglich die Dateisysteme können im Anschluss zum Lesen sowie Schreiben geöffnet werden. Benötigt wird der entsprechende Treiber für VFAT, exFAT oder NTFS.
Weitere Details zu Crpytsetup 2.3.0 können in der Release-Note nachgelesen werden.
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