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Spionage-Schutz

Telekom-Mails verbleiben in Deutschland

von - 04.11.2014
Die Deutsche Telekom will ausländischen Geheimdiensten den Zugriff auf E-Mails erschweren. Dazu sollen die Nachrichten Deutschland nicht verlassen.
Foto: Shutterstock - Anton Balazh
Die Deutsche Telekom will ausländischen Geheimdiensten den Zugriff auf E-Mails erschweren. Dazu sollen die Nachrichten Deutschland nicht verlassen.
In den vergangenen Monaten gab es regelmäßig neue Enthüllungen über diverse staatliche Schnüffelaktionen ausländischer Geheimdienste. So greifen Geheimdienste so ziemlich alles ab, was über die weltweiten Telekommunikationskanäle übertragen wird: E-Mails, Telefonate, Kurzmitteilungen und und und.
Besonders über das Internet ausgetauschte Daten wie E-Mails lassen sich leicht mitlesen: Nicht nur, weil diese in der Regel unverschlüsselt übertragen werden, sondern auch, weil zum Beispiel eine Nachricht von München nach Hamburg auch den Umweg über die USA nehmen kann.
Die Deutsche Telekom möchte ausländischen Geheimdiensten nun das Ausspähen von E-Mails ihrer Kunden zumindest etwas erschweren: „Für unsere Privatnutzer in Deutschland haben wir das nationale Routing bereits umgesetzt“, so Telekom-Chef Tim Höttges gegenüber der „Welt am Sonntag“. E-Mail-Nutzer können sicher sein, dass ihre Nachrichten etwa von München nach Bremen Deutschland nicht verlassen, wenn Sender und Empfänger Telekom-Kunden sind.
Dennoch sollte man als E-Mail-Nutzer skeptisch sein : Denn auch wenn eine E-Mail Deutschland nicht verlässt, bedeutet das noch lange nicht, dass sie nicht in die Hände ausländischer Geheimdienste fällt. Erst im September wurde bekannt, dass sowohl der US-Geheimdienst NSA als auch der britische Geheimdienst GCHQ die Netze mehrerer deutscher Provider überwacht haben. So sollen die Geheimdienste über verdeckte Zugangspunkte direkt auf die Netze zugegriffen haben.
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