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IP-Umstellung der Telekom verläuft nach Plan

von - 17.05.2018
Glasfaser
Foto: Maksim Gusarov / Shutterstock.com
Bis Ende des Jahres will die Telekom den Großteil ihrer Geschäftskunden migriert haben, Ausnahmen gibt es bei den PMX-Anschlüssen (Primärmultiplex) sowie bei den Großkunden. Hier wird die Umstellung noch länger andauern.
Die Telekom sieht sich bei der All-IP-Umstellung nach wie vor im Plan und hält an dem Ziel fest, bis Ende dieses Jahres die Migration abzuschließen - zumindest weitgehend: So haben die Bonner nach eigenen Angaben bereits 85 Prozent der Geschäftskunden auf IP umgestellt, allerdings bezieht sich diese Quote auf die Breitbandkunden. Kunden, die beispielsweise ISDN für Sprache und DSL für die Daten gebucht haben, sind dabei nicht mit einbezogen. Rechnet man diese Kunden mit ein, so hat die Telekom aktuell 75 Prozent der Geschäftskunden umgestellt, bis Ende des Jahres sollen es 80 Prozent der Kunden sein.
„Es war nie das Ziel, diese Kunden bis Ende des Jahres zu migrieren“, betont Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation bei der Telekom Deutschland Geschäftskunden, bei einem Pressegespräch. Aber auch die PMX-Kunden (Primärmultiplexkunden) sind in dieser Statistik nicht erfasst. Konkrete Zahlen zu den PMX-Bestandskunden nannte Müller nicht, sie lägen deutlich unter 100.000, betont er nur. Diese Kunden sollen nun in den kommenden zwölf bis 24 Monaten migriert werden. Und auch bei den Großkunden wird die Umstellung noch etwas länger dauern, hier setzt die Telekom auf individuelle Lösungen.
Seit gut einem Jahr hat die Telekom darüber hinaus DeutschlandLAN SIP-Trunk als durchwahlfähigen, IP-basierten Anlagenanschluss im Programm. Wurden im vergangenen Jahr noch 200 SIP-Trunks pro Woche bei den Kunden installiert, so liegt die Zahl aktuell bei 1.600. „Rund 20 Prozent davon werden über Partner vermarktet“, betont Müller. Auch die DeutschlandLAN Cloud PBX, eine OEM-Lösung von Broadsoft, wird immer häufiger nachgefragt. „Wir verkaufen derzeit 300 Exemplare pro Woche“, so Müller weiter. Auch hier forciert die Telekom die Zusammenarbeit mit Partnern und hat beispielsweise ein Competence Center Cloud PBX für seine Reseller aufgesetzt.

Telekom forciert Glasfaser-Ausbau

Neben Vectoring und Super-Vectoring setzt die Telekom auch verstärkt auf den Glasfaserausbau und hat hier dafür im vergangenen Jahr eine Gewerbegebietsinitiative gestartet. Aktuell sind 115 Gewerbegebiete in 75 Kommunen in der Vorvermarktung. Wenn sich bis zum Stichtag rund 30 Prozent der in einem Gewerbegebiet ansässigen Firmen für einen Glasfaseranschluss der Telekom entscheiden, so wird das Gewerbegebiet ausgebaut, verspricht die Telekom. Auch die sonst üblichen Kosten für die Erschließung entfallen. Insgesamt sind für dieses Jahr 190 Gewerbegebiete für die Vorvermarktung geplant, bis 2022 sollen bis zu 3.000 Gewerbegebiete mit Glasfasertechnologie erschlossen werden.
Neben Glasfaser nutzt die Telekom aber auch Vectoring für den Breitbandausbau. Hier versorgen die Bonner nach eigenen Angaben 23,5 Millionen Haushalte mit 100 MBit/s, bis Ende dieses Jahres möchte die Telekom 80 Prozent der Haushalte mit dieser Bandbreite via Vectoring versorgen. Der Ausbau für Supervectoring, bei dem Bandbreiten von bis zu 250 MBit/s möglich sind, soll darüber hinaus jetzt starten.
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