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Verkäufe brechen ein

Tablet-Krise trifft Samsung und Apple

von - 02.05.2016
Der Tablet-Absatz geht weiter zurück
Foto: Samsung
Der weltweite Tablet-Markt musste im ersten Quartal erneut einen starken Rückgang hinnehmen. Samsung und Apple waren besonders stark vom Einbruch der Verkäufe betroffen.
Die Tablet-Verkäufe befinden sich weiter auf Talfahrt: Laut den Marktforschern von Strategy Analytics wurden weltweit im ersten Quartal nur noch 46,5 Millionen Geräte verkauft, das entspricht einem Rückgang um 10 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das sind die niedrigsten Absatzzahlen seit dem dritten Quartal des Jahres 2012.
Das liegt gemäß den Analysten vor allem an einer weiteren Zurückhaltung im Consumer-Segment, während die Verkäufe im professionellen Bereich und bei den 2-in-1-Produkten immer noch zulegen. Dieser Trend kommt auch den Windows-Tablets zugute, deren Verkäufe im Jahresvergleich um 82 Prozent steigen. Bei den Betriebssystemen kommt Windows nun auf einen Marktanteil von 13 Prozent, Android steht bei 65 Prozent und iOS bei 22 Prozent.
Besonders von der Krise betroffen ist der Marktführer Apple, der nun zum neunten Mal in Folge einen quartalsweisen Rückgang seiner Verkäufe hinnehmen muss. Das iPad kam noch auf 10,3 Millionen Stück, 19 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ein schwacher Trost: Mit einem Marktanteil von 22,1 Prozent verteidigt Apple zumindest die Spitzenposition.
2-in-1-Produkte wie Microsofts Surface-Reihe sind weiterhin gefragt.
Das liegt aber vor allem an der noch größeren Schwäche des Verfolgers Samsung: Der Absatz der koreanischen Tablets fällt um 26 Prozent auf 6,5 Millionen Stück, was noch einem Marktanteil von 14 Prozent entspricht.
Um den dritten Platz gibt es einen harten Wettbewerb, denn Lenovo verkauft 15 Prozent weniger Geräte und kommt mit 2,1 Millionen Stück nur noch ganz knapp vor Huawei ins Ziel. Die Chinesen gehören wie bei den Smartphones zu den wenigen Aufsteigern, denn sie können 66 Prozent mehr Tablets verkaufen und sich damit ebenfalls auf 2,1 Millionen Stück steigern.
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