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Mobile Shopping

Smartphone schlägt den stationären Handel

von - 08.05.2014
Verbraucher lassen sich eher von mobilen Geräten als vom stationären Handel beraten: 61 Prozent der Käufer ändern laut einer Tradedoubler-Studie ihr Kaufverhalten nach dem Blick aufs Handy im Laden.
Foto: Fotolia - Stuart Miles
Verbraucher lassen sich eher von mobilen Geräten als vom stationären Handel beraten: 61 Prozent der Käufer ändern laut einer Studie ihr Kaufverhalten nach dem Blick aufs Smartphone im Laden.
Das Einkaufen über Smartphone und Tablet wird immer populärer: Wie die Studie „Mobile Shopping 2014“ von Tradedoubler zeigt, benutzen 50 Prozent der 4.500 Befragten ihr mobiles Gerät jede Woche für Aktivitäten rund ums Einkaufen – fast ein Drittel davon sogar jeden Tag. Das hat Folgen für den stationären Handel. Der Analyse des Performance-Marketing-Anbieters zufolge vertrauen europäische Verbraucher nämlich inzwischen mehr auf die Expertise ihres Smartphones als auf die des stationären Geschäfts.
Smartphone beim Einkaufen: So setzen Käufer ihre Geräte beim Shopping ein.
Smartphone beim Einkaufen: So setzen Käufer ihre Geräte beim Shopping ein.
So hat bereits ein Drittel (32 Prozent) der befragten Verbraucher einen Kauf abgebrochen, nachdem sie noch im Laden nähere Informationen zu einem Produkt mobil abgerufen haben. Und das, obwohl sie mit einer konkreten Kaufabsicht in den Laden gekommen sind. Ein Fünftel verlässt nach dem Blick aufs Smartphone den Laden, um ein Produkt in einem anderen Geschäft zu kaufen. Ein weiteres Fünftel bricht den Kauf komplett ab. Für den Offline-Handel am prekärsten: 22 Prozent der Befragten entschließen sich noch im Geschäft für den Online-Kauf. Insgesamt lassen sich laut Tradedoubler als über 60 Prozent der Verbraucher im Geschäft von ihrem geplanten Kaufpfad abbringen. Nur 19 Prozent kaufen das Produkt anschließend auch in dem Geschäft, in dem sie sich befinden.

„Für den Handel sind das alarmierende Zahlen“, mahnt Björn Hahner, Country Manager Deutschland bei Tradedoubler. „Schließlich nimmt die Bedeutung und Penetration des mobilen Kanals weiter zu“. Er rät stationären Händlern, dem Kunden ein nahtloses, kanalübergreifendes Angebot zu bieten. „Man muss sich vor Auge führen, dass der Smartphone-Nutzer bereits mit einen konkreten Kaufabsicht, oder zumindest einem konkretem Interesse, in den Laden kommt“, so Hahner weiter. Gezielte Online-Angebote wie Coupons oder Gutscheine, die direkt im Laden eingelöst werden können, können seiner Meinung nach helfen, den mobilen User auch im Geschäft vor Ort zum Käufer werden zu lassen.

Mobil, online und stationär

Verbraucher lassen sich der Studie nach nicht nur direkt im Geschäft beeinflussen. Generell nutzen 44 Prozent ihr Smartphone zum Browsen während des Shoppings. Fast die Hälfte der Befragten vergleicht dabei über das Smartphone Preise. Ein Drittel der Preisvergleicher kauft daraufhin ein anderes Produkt als das ursprünglich geplante. „Händler müssen das Smartphone-Verhalten als Chance sehen, ihre Verkäufe online wie offline anzukurbeln und den Kunden beim letzten Schritt auf seinem Kaufpfad abzuholen“, betont Hahner. „Nur wer kanalübergreifend - mobil, online und stationär - denkt, kann gegen die Konkurrenz bestehen und Konversionen auf allen Kanälen erzielen“.
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