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Fair handeln

Fairphone - Öko-Smartphone mit Android OS

von - 11.02.2014
Das Fairphone setzt vor allem auf Nachhaltigkeit
Foto: Fairphone
Fairphpone will mit seinen alternativen Produktions- und Entwicklungsprozessen für Furore bei den etablierten Branchengrößen sorgen. com! blickt auf den Werdegang des Öko-Smartphones.
Start a Movement – so lautet das Motto des vermeintlich ersten „fairen“ Smart­phones, des Fairphones. Was zunächst nach einer grotesken Symbiose aus Hightech und Birkenstock klingt, offenbart sich bei genauerer Betrachtung als das ehrgeizige Vorhaben, ein optisch wie technisch ansprechendes Smartphone mit geringstmöglichen Belastungen für Mensch und Natur zu produzieren.
Die Wurzeln des Fairphones reichen dabei bis in das Jahr 2010 zurück – ein Aufklärungsprojekt gleichen Namens sollte über die Verwendung konfliktbelasteter Mineralien in der IT-Produktion informieren. Drei Jahre darauf stand der Entschluss der Initiatoren fest, mit einem eigenen Gerät Pionierarbeit zu leisten.

Von der Idee zur Umsetzung

Die ambitionierte Agenda des Fairphone-Teams sah folgende Punkte vor: Einsatz konfliktfreier und fair gewonnener Materialien, vertretbare Arbeitsbedingungen in sämtlichen Entwicklungs- und Produktionsprozessen, nachhaltiges und offenes Produktdesign, transparente Entwicklung und Unterstützung bis hin zum Recycling.
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Mit dem Fairphone will das gleichnamige, niederländische Unternehmen auf Missstände in der IT-Produktion aufmerksam machen - und zeigen, wie es "fairer" geht.
Das Mittelklasse-Smartphone setzt auf einen MediaTek-Prozessor mit vier Kernen und 1,2 GHz Taktung.
Das Display ist 4,3-Zoll groß und löst mit 960 x 540 Pixeln auf.
Daneben bietet das Fairphone Steckplätze für 2 SIM-Karten.

Android-Smartphone:

Fairphone - Story, Review und Kurztest

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In der Praxis wurden daher die Rohstoffe Tantal und Zinn für den Kondensatorenbau aus Minen gewonnen, die laut OECD-Richtlinie als „konfliktfrei“ gelten. Beim Abbau sollen also keine Gelder an Milizen oder Warlords geflossen sein. Darüber hinaus arbeitet Fairphone mit der „Initiative für konfliktfreies Zinn“ zusammen, die sich für gerechtere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in der Region Süd-Kivu (Republik Kongo) einsetzt.
Die endgültige Fertigung des Smartphones erfolgt bei A’Hong in China. Hier vertraut Fairphone auf den unabhängigen Gutachter-Service TAOS Network, der die Arbeitsbedingungen des Unternehmens optimieren soll. Zusätzlich richteten die Niederländer in Kooperation mit A’Hong einen Wohltätigkeitsfonds für die Arbeiter in Höhe von 125.000 US-Dollar ein.
Fairphone engagiert sich außerdem beim Recycling von Altgeräten durch die Zusammenarbeit mit der Organisation „Closing the Loop“, die alte Mobiltelefone in Ghana aufkauft und diese in Europa ordnungsgemäß recycelt. Hierdurch soll dem sogenannten „Urban Mining“ entgegengewirkt werden – dabei werden Elektrogeräte umweltschädlich unter offenem Himmel verbrannt, um an das kostbare Kupfer in Kabeln und Platinen zu gelangen.
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