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Sicherheit

Polizei warnt vor iOS-6-Kartendienst

von - 11.12.2012
Polizei warnt vor iOS-6-Kartendienst
Apple hat eine eigene Karten-App entwickelt und damit Google Maps ersetzt. Bei der Navigation sollte man sich allerdings nicht blind auf die Karten verlassen. Jetzt warnt sogar die Polizei davor.
Mit der Markteinführung des iPhone 5 im September hat Apple auch einen eigenen Kartendienst gestartet. Mehrere Millionen Nutzer, die auf das neue Betriebssystem iOS 6 aktualisiert haben, wechseln damit von Google Maps auf die an sich sehr nutzerfreundlichen Apple-Karten. Doch von Anfang an stand die App wegen gravierender Fehler in der Kritik. Es fehlt offenbar an Details, und Luftaufnahmen werden teilweise verzerrt dargestellt.
Nun warnt die australische Polizei vor dem Gebrauch der Karten. Denn in den letzten zwei Monaten sollen insgesamt sechs Personen, die mit ihrem Auto in die Stadt Mildura im Bundesstaat Victoria fahren wollten, auf Anweisung der App in einem 70 Kilometer entfernten Nationalpark gestrandet sein. Einige Personen mussten bis zu 24 Stunden ohne Wasser und Nahrung ausharren, bis sie endlich von der Polizei gerettet wurden. Nach Angaben von Inspektor Simon Clemence hatten sie dabei noch großes Glück, da in diesem unwirtlichen Wüstengebiet Temperaturen bis 46 Grad möglich sind. Solche gravierenden Fehler dürften einfach nicht passieren, meinte der Inspektor. Grundsätzlich zeigt er sich deshalb besorgt, weil sich immer mehr Menschen auf die Navigationsgeräte verlassen.
Nachdem Apple über die Vorfälle in Australien informiert wurde, verspricht das Unternehmen erneut, die Fehler schnellstmöglich zu beseitigen. Bereits Ende September hatte Tim Cook in einem Blogbeitrag öffentlich für die Pannen entschuldigt und den Nutzer vorübergehend empfohlen auf alternative Navigationsdienste auszuweichen. Beispielsweise sei Google Maps weiterhin über maps.google.com im Browser des iPhones erreichbar. Auch die Nokia-App Here steht im iTunes-Store zur Verfügung.
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