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Sicherheit

Grobe Fehler in Apples iOS 6-Kartendienst

von - 28.09.2012
Grobe Fehler in Apples iOS 6-Kartendienst
Offenbar ist bei der Entwicklung von Apples Kartendienst für iOS6 einiges schiefgelaufen. Er strotzt geradezu vor Fehlern, sodass der Apple-Chef den Nutzern einen vorübergehenden Wechsel zu Google Maps rät.
Mit dem Start von iPhone 5 mit iOS6 wurden die bisher verwendeten Google-Karten durch einen eigenen Kartendienst ersetzt. Doch die Einführung erwies sich aufgrund der zahlreichen Mängel als reiner Flop. Während sich die Konkurrenz über Apples neuen Kartendienst lustig macht, sind die mehr als 100 Millionen Kunden, die bereits das Betriebssystem ihrer Geräte auf iOS 6 aktualisiert haben, mehrheitlich ziemlich verärgert. Beispielsweise funktionieren häufig die dreidimensionalen Ansichten nicht. Der Grund: Sie wurden nicht wie bei der Konkurrenz fotografiert, sondern mit einem Algorithmus errechnet. Das führt zu enormen Fehlern in der Darstellung. Brücken, Unterführungen und Straßen sind oft nur als unverständliche Muster wahrzunehmen.
Apple gibt im Tumblr-Blog The Amazing iOS6 Maps selber zu, dass auch Routen falsch berechnet werden. Dies führt dann dazu, dass ein Ziel nur theoretisch erreichbar ist, aber ein Fluss ohne Brücke nicht überquerbar ist. Ein weiteres Manko sind die Sehenswürdigkeiten, die offenbar nicht selten an einem falschen Zielort eingegeben wurden. Zu alledem verwendet Apple auch jede Menge qualitativ schlechte Satellitenbilder. Alle Fehler zusammen, können zu ernsthaften Problemen führen, wenn sich jemand auf die Richtigkeit der Karten verlässt. So gibt es beispielsweise in der Nähe von Dublin eine Farm mit dem Namen "Airfield", die in der Apple-Karte mit einem Flughafen-Symbol gekennzeichnet ist. Es ist zwar nicht bekannt, ob Piloten auch ein iPhone für die Navigation nutzen, aber wer im Notfall hier landen will, findet sich zwischen Schweinen und Kühen wieder. Auf The Amazing iOS 6 Maps finden sich noch mehr derartige Beispiele.
Der Apple-Chef Tim Cook hat sich nun in einem offenen Brief bei den Kunden entschuldigt. Der Konzern wolle alles tun, um den Kartendienst zu verbessern, verspricht er darin. Weiter empfiehlt er vorübergehend auf Google Map umzusteigen, bis der Dienst überarbeitet ist.
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