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Alte Schadsoftware im Umlauf

AKW Gundremmingen hat mit Viren zu kämpfen

von - 28.04.2016
Radioaktiv Zeichen
Foto: lassedesignen / Shutterstock.com
Ein Computersystem und eine Reihe USB-Sticks im bayrischen Atomkraftwerk Gundremmingen waren mit mehreren Viren verseucht. Die IT-Sicherheitsbehörde BSI hat bereits eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet.
Malware im Atomkraftwerk: Im AKW Gundremmingen 120 Kilometer nordwestlich von München sind in einem Computersystem mehrere Viren gefunden worden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Laut dem Besitzer des Werks, RWE, ist aber die Betriebssicherheit des AKW nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, da das Kraftwerk von Systemen betrieben wird, die nicht mit dem Internet verbunden sind.
Gundremmingen
Das AKW im bayrischen Gundremmingen: Hier wurde diverse Malware gefunden.
(Quelle: Felix König / Wikimedia)
Den Schadcode fand man in einer Datenvisualisierungs-Software, die zwar mit der Lademaschine für Brennelemente assoziiert ist, aber angeblich deren Funktionsweise nicht berührt. Zu den Viren, die gefunden wurden, gehörten W32.Ramnit und Conficker. Ersterer ist ein Wurm, der sich selbstständig zwischen verbundenen Computern verbreitet und dazu verwendet wird, ferngesteuerte Angriffe auf Windows-Rechner durchzuführen. Conficker ist ebenfalls ein Wurm, der bereits seit 2008 unterwegs ist und zu den bekanntesten Schadprogrammen überhaupt gehört. Auch mit diesem Schädling lässt sich die Steuerung eines Computers übernehmen.
Darüber hinaus entdeckte das Personal über das ganze AKW verteilt 18 infizierte USB-Sticks. Allerdings sei keiner von diesen mit wichtigen Systemen des Werks verbunden gewesen, heißt es. Die deutsche IT-Sicherheitsbehörde BSI hat eine Untersuchung der Vorgänge in Gundremmingen eingeleitet.
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