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Flaggschiff-Phablet

Samsung enthüllt das Galaxy Note 8

Samsung Galaxy Note 8
Foto: Samsung
Das Vorgängermodell sorgte wegen brandgefährlicher Akkus weltweit für Schlagzeilen. Trotzdem hält Samsung an der Note-Produktfamilie fest und präsentiert mit dem Note 8 nun ein neues Top-Modell der Reihe.
Samsung will das größte Debakel seiner Firmengeschichte endlich abhaken. Knapp ein Jahr nach dem Verkaufsstopp für das leicht entflammbare Phablet Samsung Galaxy Note 7 hat der südkoreanische Elektronikriese nun ein runderneuertes Nachfolgemodell vorgestellt. Das Note 8 verfügt über ein großes randloses 6,3-Zoll-AMOLED-Display mit 2.960 x 1.440 Pixel, so dass die äußeren Maße des Gerätes trotzdem relativ kompakt ausfallen.
Im Note 8 verbaut Samsung an der Rückseite erstmals zwei Kameraobjektive mit jeweils 12 Megapixel, die beide mit einer optischen Bildstabilisierung ausgestattet sind. Damit treten die Südkoreaner direkt gegen Apple an. Der US-Konzern hatte mit dem iPhone 7 Plus vor einem Jahr bereits ein Modell mit Doppellinse eingeführt. Ähnlich wie beim größeren iPhone-Modell oder der P-Serie von Huawei kann man mit dem Note 8 Porträt-Fotos mit dem sogenannten Bokeh-Effekt erstellen, bei dem der Hintergrund eines Bildes bewusst unscharf erscheint. Im "Live Modus" kann man mit dem Note 8 den Effekt auch nachträglich abgestuft auf eine vorhandene Aufnahme anwenden.
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Samsung Galaxy Note 8
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Android-Phablet :

Das neue Galaxy Note 8 von Samsung

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Im Gegensatz zum brandgefährlichen Vorgängermodell stattet Samsung das neue Note-Modell mit einem etwas kleineren Akku aus. Die Batterie verfügt über eine Kapazität von 3300 mAh, das sind 200 mAh weniger als beim Note 7. Zudem ist drahtloses Laden möglich. Für ein hohes Arbeitstempo sollen ein hauseigener Achtkern-Prozessor vom Typ Exynos 8895 und 6 GByte RAM sorgen.
Samsung hatte im Oktober vergangenen Jahres den Verkauf des Note 7 weltweit eingestellt und die bereits verkauften Exemplare wegen Explosions- und Brandgefahr zurückgerufen. Eine der Ursachen war, dass das Gehäuse an einer Stelle des großen Akkus einen Kurzschluss erzeugen konnte. Nach dem Akku-Debakel hat Samsung ein neues Qualitätssicherungsprogramm aufgesetzt, um Pannen wie diese künftig auszuschließen.
Der Chef der Samsung-Handy-Sparte, DJ Koh, sagte in New York: "Keiner von uns kann je vergessen, was vor einem Jahr passiert ist." Unvergesslich bleibe aber auch der Zuspruch durch die Note-Community. "Eure Loyalität macht mich ganz bescheiden."
Das Note 8 wird wie die Vorgängermodelle mit einem Stift (S-Pen) ausgeliefert. Der Hauptspeicher des Geräts kann mit einer SD-Karte um 256 GByte erweitert werden. Neu ist die Funktion, dass das Note 8 im Standby-Modus als Notizblock gebraucht werden kann. Der Besitzer eines Note 8 kann sich mit drei verschiedenen biometrischen Erkennungsmethoden auf dem Gerät anmelden (Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Iris-Scanner). Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite des Geräts direkt neben den beiden Kameralinsen, ähnlich wie beim Samsung Galaxy S8. Das Gehäuse ist gemäß IP68 vor Staub und Wasser geschützt.
Der Neuling soll Mitte September in Schwarz und Gold in den Verkauf gehen und stolze 999 Euro kosten. Die Dual-SIM-Version wird es exklusiv im Online-Store des Herstellers zum gleichen Preis geben.
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