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Gründer aufgespürt

Der Mann hinter den Bitcoins

von - 08.03.2014
Viele Journalisten waren auf der Suche nach ihm. Einige bezweifelten sogar, ob er existiert. Jetzt hat eine US-Journalistin den Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto aufgespürt.
Foto: Shutterstock.com/Alhovik
Viele Journalisten waren auf der Suche nach ihm. Einige bezweifelten sogar, ob er existiert. Jetzt hat eine US-Journalistin den Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto aufgespürt.
Es ist der Coup von Newsweek: Der Name des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto ist kein Pseudonym. Die Journalistin Leah McGrath Goodman hat ihn getroffen: Der 64-Jährige US-Amerikaner lebt in Temple City in Kalifornien, hat für Geheimdienste gearbeitet und liebt Modelleisenbahnen.
Als McGrath Goodman an seiner Tür klingelt, ruft Nakamoto die Polizei und sagt nur wenig auf ihre Fragen zu den Bitcoins. „Ich habe damit nichts mehr zu tun und kann darüber nicht sprechen.“ Die Währung hätten andere übernommen, er habe keine Verbindung mehr.
Die Informationen über Nakamoto gleichen einem Puzzle: Sein Bruder nennt ihn „brilliant“, er lebt von seiner zweiten Frau getrennt, hat sechs Kinder und ist über die Entwicklung der digitalen Währung zu einem Bezahlmittel auf dem Schwarzmarkt nicht glücklich. Und er ist sehr auf Anonymität bedacht. Diese ist nach dem Newsweek-Artikel vorbei.
Die Bedeutung der digitalen Währung ist umstritten: „Bitcoins sind wie Gold - mit dem Vorteil, dass sie auch noch nützlich sind: Wir können mit ihnen bezahlen“, erklärte Barry Silbert, Gründer und CEO von SecondMarket, einem Investitionsfonds für Bitcoins, auf der DLD Conference im Januar 2014. „Leute sind begeistert von der Idee, eine Währung zu haben, die nicht von Staaten und Regierungen kontrolliert wird.“ Genau diese fehlende Kontrolle begünstigt allerdings kriminelle Machenschaften.
Am Freitag hat zudem die weltweit größte Handelsplattform für Bitcoins einen Insolvenzantrag gestellt. Offenbar hat Mt.Gox mehrere Millionen Euro Schulden.
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