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ADAC-Test

Autokauf im Internet ist 5 Prozent billiger

von - 22.08.2013
Der ADAC hat die Preisnachlässe von zwölf Neuwagenvermittler mit Händlerrabatten verglichen. Das Ergebnis: Der Online-Kauf ist billiger, aber weniger flexibel.
Foto: ADAC
Der ADAC hat die Preisnachlässe von zwölf Neuwagenvermittler mit Händlerrabatten verglichen. Das Ergebnis: Der Online-Kauf ist billiger, aber weniger flexibel.
Der ADAC-Testsieger Autohaus24.de gewährte durchschnittlich 16,76 Prozent Rabatt.
Der ADAC-Testsieger Autohaus24.de gewährte durchschnittlich 16,76 Prozent Rabatt.
(Quelle: ADAC)
Autohändler gewähren etwas mehr als elf Prozent Preisnachlass, während es bei den Online-Vermittlern im Schnitt rund 16 Prozent Rabatt gab. Das ergab ein aktueller Test des ADAC, in dem zwölf Internetportale von Neuwagenvermittlern bei dem Preisgestaltung, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit überprüft und die Rabatte mit denen der Händler verglichen wurden.
Die Test-Käufer des Automobilclubs interessierten sich jeweils für einen BMW 320d, Fiat MyPanda, Nissan Qashqai, Opel Corsa und VW Golf, deren Konfiguration vorab genau festgelegt war, und verglichen das Angebot mit dem von Vertragshändlern der fünf Marken in zehn deutschen Großstädten.
Testsieger mit dem Gesamturteil „sehr gut“ wurde der Neuwagenvermittler Autohaus24.de, der vor allem mit einem ansprechenden und leicht zu bedienenden Internetauftritt punktet, sowie mit einem schnellen Service und einem Preisnachlass, der mit nur einer Ausnahme bei allen Fahrzeugen über dem Durchschnitt lag.
Acht weitere Portale schnitten „gut“ ab, eines mit „ausreichend“. Zwei Anbieter sind mit der Wertung „mangelhaft“ und „sehr mangelhaft“ durchgefallen. Testverlierer ist „airportcars24.de“: Hier waren die Rabatte für alle Fahrzeuge im Test weit unter dem Durchschnitt, die Webseite unübersichtlich und umständlich zu bedienen, der Service nicht kundenorientiert.

Lockangebote und zusätzliche Kosten

Einige Internetportale lockten laut ADAC mit hohen Rabatten, die bis zum Ende der Konfiguration kräftig schrumpften. Außerdem wurden bei den Neuwagenvermittlungen zusätzliche Kosten fällig, etwa für die Abholung des Fahrzeugs oder die Lieferung an einen vom Kunden gewünschten Ort. Beim Vertragshändler hingegen konnte man bis zum Abschluss des Kaufvertrags handeln. Mit dem höheren Online-Rabatt konfrontiert, waren viele Verkaufsberater im Test zu weiteren Zugeständnissen bereit - entweder in Form eines zusätzlichen Rabatts oder von kostenlosen Zugaben wie Fußmatten oder Verbandskasten.
Der ausführliche Test lässt sich auf der Website des ADAC auch für Nichtmitglieder des Automobilclubs kostenlos einsehen.

Fazit

Im Vergleich zu anderen Produkten sind fünf Prozent Preisunterschied beim Online-Kauf eher wenig. Doch ein BMW 320d kostet beispielsweise mindestens 35.900 Euro und da bringen fünf Prozent bereits eine Ersparnis von fast 1800 Euro.
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