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MWC

Samsung und Google vertiefen Partnerschaft für Android Enterprise

von - 26.02.2019
Samsung-Smartphone
Foto: Leszek Kobusinski / Shutterstock.com
Der Smartphone-Weltmarktführer Samsung und Google arbeiten in Zukunft enger zusammen, um Kunden den professionellen Einsatz von Android-Geräten zu vereinfachen.
Samsung und Google wollen im Rahmen des Android-Enterprise-Programms künftig noch enger zusammenarbeiten. Das haben die Unternehmen auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt. Die Kooperation umfasst unter anderem den Support von OEMConfig auf Samsung-Smartphones sowie die Zusammenarbeit für eine vereinfachte Bereitstellung in Unternehmen.
OEMConfig ist ein neuer Android-Standard, der es Erstausrüstern erlaubt, neue kundenspezifische Funktionen umzusetzen, die sich zentral über Enterprise-Mobility-Management-Lösungen (EMM) ansteuern und verwalten lassen. Dabei ist es für EMM-Anbieter nicht mehr erforderlich, ihre Lösungen für jede neue vom OEM bereitgestellte Funktion anzupassen. Durch den Support von OEMConfig in Samsung-Geräten können EMM-Lösungen nun auch einfacher auf die mächtigen Mobile-Device-Management-Werkzeuge (MDM) in der Knox Platform for Enterprise (KPE) zugreifen. Darüber hinaus ermöglicht der Support auch eine einfachere Verteilung von neuen Funktionen, da diese prinzipiell direkt mit der Markteinführung von Samsung implementiert werden können.
Für den OEMConfig-Support wird Samsung noch in diesem Frühjahr die App "Knox Service Plugin" veröffentlichen. Alle EMM-Anbieter, die ihre Lösungen für Android Enterprise validiert haben, können KPE-Funktionen sofort unterstützen, sobald der koreanische Smartphone-Hersteller die Features über das Knox Service Plugin ausrollt.

Optimiertes Geräte-Deployment in Unternehmen

Sowohl Google als auch Samsung bieten Funktionen für eine weitläufige Geräte-Bereitstellung in Unternehmen über das Internet an. Konkret handelt es sich dabei um die Zero-Touch-Registrierung in Android Enterprise sowie um Samsungs Knox Mobile Enrollment innerhalb des Knox Deployment Program. Die Features gestatten Administratoren eine automatisierte Geräte- und Benutzerregistrierung mitsamt Konfiguration.
Bislang mussten die Deployment-Funktionen separat von Resellern und Service Providern implementiert und unterstützt werden. Eine gemeinsame Client-Bibliothek mit vereinheitlichten APIs soll hier für Abhilfe sorgen und Dienstleistern die Arbeit mit beiden Methoden vereinfachen. Auch die neue Bibliothek werde im Frühjahr 2019 an die Partner verteilt.

Verlorenen Boden im Enterprise-Geschäft gutmachen

Während Android-Geräte den weltweiten Endkunden-Markt dominieren, zeigt sich im professionellen Umfeld ein gänzlich anderes Bild. Mit dem Wegfall der Blackberry- und Windows-Mobile-Plattformen hat sich ein Großteil der Business-Kundschaft den edlen Geräten aus Cupertino zugewandt. Zuverlässiger Software-Support und lang anhaltende Unterstützung sprechen für iOS-Geräte im Enterprise-Betrieb. So verwundert es auch kaum, dass laut einer Ausarbeitung von Egnyte im Geschäftskunden-Bereich über 82 Prozent der Professionals mit iPhones arbeiten.
Google und Samsung versuchen indessen, diesem Trend mit ihren Enterprise-Programmen und stärkerer Zusammenarbeit entgegenzuwirken. Solange die Android-Plattform als Ganzes allerdings immer noch mit starker Fragmentierung und schwacher Software-Support zu kämpfen hat, dürften Unternehmen auch künftig Apple-Produkte als mobile Clients favorisieren.
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