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LTE-Netz

Telefónica implementiert Sprachstandard EVS

von - 24.08.2018
Frau mit Smartphone
Foto: Thomas Andreas / Shutterstock.com
Kunden von Telefónica sollen dank der Einführung des Sprachstandards EVS nun in deutlich besserer Qualität im LTE-Netz des Münchner Mobilfunkanbieters telefonieren können.
Telefónica Deutschland hat den Sprach-Standard "Enhanced Voice Services (EVS)" in sein LTE-Mobilfunknetz implementiert. Der neue Sprachstandard ist technisch gesehen eine Weiterentwicklung von AMR-WB (Adaptive Multi-Rate Wideband) - O2-Kunden im LTE-Netz können damit nun in Full-HD-Voice-Qualität telefonieren.
Wie der Münchner Netzbetreiber betonte, überträgt EVS den hörbaren Frequenzbereich mit bis zu 16.000 Hertz statt wie bisher mit bis zu 7.000 Hertz. Dadurch werden Gesprächsinhalte deutlicher, verständlicher und natürlicher wahrgenommen. Zudem können störende Hintergrundgeräusche mit Hilfe des neuen Codec stärker ausgeblendet werden.

Full-HD-Voice-Freischaltung via Firmware-Update

Für Telefonate in Full-HD-Voice-Qualität benötigen O2-Kunden LTE-Empfang sowie ein mobiles Endgerät, welches Voice over LTE (VoLTE) oder Voice over WiFi (VoWiFi) unterstützt. Zudem müssen die Gerätehersteller das Feature EVS im O2-Netz über ein aktuelles Firmware-Update aktiviert haben.
Ein entsprechendes Firmware-Update wird beispielsweise von Samsung für die Modelle Galaxy S8 und S8+ in der Open-Market-Version angeboten. Auch Sony hat für seine Modelle Xperia XZ1 und XZ1 Compact, Xperia XZ Premium, Xperia XZ2 und XZ2 Compact entsprechende Aktualisierungen bereitgestellt. Weitere Gerätehersteller sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen.
EVS steht allen Kunden von Telefónica Deutschland zur Verfügung. Darüber hinaus ist auch die netzübergreifende Full-HD-Voice-Telefonie in die Mobilfunknetze von Vodafone und Deutsche Telekom möglich.
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