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Büro-Suite von Softmaker

Manjaro-Linux kommt jetzt mit FreeOffice

von - 31.07.2019
Terminal in Linux
Foto: fatmawati achmad zaenuri / Shutterstock.com
Manjaro-Linux wird künftig mit dem kostenlosen Büro-Paket von Softmaker ausgeliefert. Die proprietäre Lösung verspricht eine bessere Kompatibilität zu MS Office.
Die auf Arch-Linux basierende Manjaro-Distribution wird ab dem kommenden Release standardmäßig mit FreeOffice ausgeliefert. Die Entwickler sind eine Partnerschaft mit der Nürnberger Software-Schmiede Softmaker eingegangen und versprechen sich durch den Wechsel eine gesteigerte Kompatibilität zu MS Office.
FreeOffice
Manjaro-Linux kommt künftig standardmäßig mit FreeOffice.
(Quelle: com! prpfessional / Screenshot )
Bei FreeOffice handelt es sich um die kostenlose Variante des proprietären Softmaker Office. Die System-übergreifende Lösung ist seit jeher durch ihr gutes Zusammenspiel mit Dokumenten aus Microsofts Office-Programmen bekannt. Die Suite setzt sich aus der Textverarbeitung Textmaker, der Tabellenkalkulation Planmaker und dem Präsentations-Tool Presentation zusammen und bietet Support für DOCX, XLSX, PPTX sowie für die hauseigenen Formate TMD und TMDX. Ältere Office-Dokumente (DOC, XLS, PPT) sowie das freie ODT-Format lassen sich hingegen nur öffnen und konvertieren.
In unserem Test von Softmaker Office Professional überzeugte die Büro-Suite mit hoher Performance und geringen Hardware-Anforderungen. Kompatibilitäts-Probleme traten lediglich bei aufwändig formatierten MS-Office-Dokumenten auf.
Die Ankündigung der neu hinzugefügten Software-Pakete erfolgte über einen offiziellen Foreneintrag zum neuen Testing Update 2019-07-29. Die Installation freier Büro-Pakete wie LibreOffice oder Onlyoffice ist über die Paketverwaltung natürlich weiterhin möglich. Ebenfalls mit an Bord bleiben die Web-Apps für Word, Excel und PowerPoint.

Update 3. August

Wie aus einem neuen Manjaro-Foreneintrag hervorgeht, wurde FreeOffice in den Vorabversionen nur zu Testzwecken in die Testing-Images aufgenommen. Künftig (ab Version 18.1.0) sollen Nutzer bei der Installation selbst entscheiden können, mit welchem Office-Tool das Betriebssystem installiert wird.

Manjaro mit Support für Flatpak und Snap

Zu den weiteren Neuerungen in Manjaro zählt der Support für Flatpak- und Snap-Anwendungen. Die Verwaltung der Apps erfolgt über den Paketmanager "fpakman". Durch den ausgeweiteten Software-Support wird die Installation von proprietären Anwendungen wie etwa Spotify unter Linux weiter vereinfacht. Daneben wurden viele der verfügbaren Kernel aktualisiert und der XFCE-Desktop kommt in Version 4.14 Pre3.
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