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Atos prognostiziert mit Big-Data-Analysen Cyber-Angriffe

Ein Quanten-Simulator für die Forschung

von - 06.07.2017
Enthüllt hat Atos zudem die Quantum Learning Machine (QLM). Damit kann laut Thierry Breton schon heute die Rechenleistung von Quantencomputern simuliert werden. Vorgesehen sei der Emulator in erster Linie für die Forschungs-Community und Entwickler. So könnten diese bereits jetzt Software und Algorithmen für Quantencomputer entwickeln und testen. Bei der QLM handelt es sich um den weltweit schnellsten kommerziellen Quanten-Simulator.
Thierry Breton mit Quantum Learning Machine
Atos-CEO Thierry Breton mit der Quantum Learning Machine.
Der Emulator basiert auf einer universellen Programmiersprache namens AQASM (Atos Quantum Assembly Language), die Atos eigens dafür entwickelte. Sie soll auf echten Quantenrechnern ebenfalls funktionieren. Das Unternehmen wolle AQASM deshalb als Standard pflegen, damit künftig der Übergang leichter falle. Insgesamt fünf Modelle umfasst die QLM-Produktpalette momentan. Die Rechenleistung der Maschinen reicht von 30 bis 40 Qubits. Die Arbeitsspeicher umfassen – je nach Ausführung – ein bis 24 TByte. Laut Breton kostet das günstigste Modell des Quanten-Simulators rund 100.000 Euro.
In puncto Leistung kann die Quantum Learning Machine bereits Quantenrechner simulieren. Bei der Geschwindigkeit bietet das System jedoch nicht dieselbe Leistung. Wie Thierry Breton bei der Pressekonferenz erklärte, sei es damit deshalb nicht möglich, Krypto-Algorithmen wie RSA zu knacken. Für echte Quantenrechner wäre dies hingegen ein Leichtes. Um diesem Problem vorzubeugen, nutzt Atos die QLM bereits zur Entwicklung von Algorithmen, an denen selbst echte Quantencomputer scheitern sollen.
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