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Compute Module

Neuer Raspberry Pi Mini-PC im RAM-Format

von - 08.04.2014
Die Raspberry Pi Foundation stellt eine weitere Variante ihres Kleinstrechners vor. Das sogenannte Compute Module ist lediglich so groß wie ein Speicherriegel und richtet sich speziell an Entwickler.
Foto: Raspberry Pi Foundation
Die Raspberry Pi Foundation stellt eine weitere Variante ihres Kleinstrechners vor. Das sogenannte Compute Module ist lediglich so groß wie ein Speicherriegel und richtet sich speziell an Entwickler.
Kleines Rechnergespann: Der Raspberry Pi Compute Module besitzt keine Anschlüsse für USB- und HDMI-Verbindungen. Für deratige Verbindungen benötigt der Kleinstrechner das Compute Module IO Board.
Kleines Rechnergespann: Der Raspberry Pi Compute Module besitzt keine Anschlüsse für USB- und HDMI-Verbindungen. Für deratige Verbindungen benötigt der Kleinstrechner das Compute Module IO Board.
Der beliebte Minirechner Raspberry Pi wird bald in einer noch kompakteren Variante erhältlich sein. Das neue Modell trägt den Namen Raspberry Pi Compute Module und misst nur 67.6 x 30 Milimeter. Sämtliche Anschlüsse, wie etwa USB, HDMI und Ethernet, fielen dem Minimalismus der Entwickler zum Opfer.
In Sachen Leistung müssen Besitzer der neuen Raspberry-Variante allerdings keine Abstriche machen. Wie beim großen Schwestermodell kommen ein BCM2835-Prozessor sowie 512 MByte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Da kein Port für SD-Karten vorhanden ist, muss das Betriebssystem beim Compute Module auf dem internen Flashspeicher installiert werden, der 4 GByte umfasst.
Eine Verbindung zum Raspberry Pi Compute Module lässt sich nur über den SO-DIMM-Anschluss der Hauptplatine aufbauen. Ein derartiger SO-DIMM-Anschluss (SO-DIMM = Small Outline Dual Inline Memory Module) kam bislang nur bei RAM-Speichermodulen in Notebooks zum Einsatz.
Wer mit dem neun Raspberry Pi Compute Module arbeiten möchte, ist also auf ein sogenanntes Breakout-Board mit SO-DIMM-Platinenhalter angewiesen. Alternativ lässt sich auch das ebenfalls neu angekündigte Compute Module IO Board einsetzen, das die notwendigen Anschlüsse für HDMI und USB besitzt.
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Der Raspberry Pi ist ein Mini-PC und kostet rund 35 Euro. Als Prozessor verwendet er eine ARM-CPU mit einer Taktfrequenz von 700 MHz. Das RAM ist je nach Modell 256 MByte oder 512 MByte groß.
GPIO-Leiste: Die GPIO-Leiste besteht aus 26 Pins. GPIO steht für General Purpose Input/Output.
Composite Video & Audio: Der gelbe Composite-Anschluss überträgt analoge Videosignale an einen Monitor oder Fernseher und ist eine Alternative, falls die Geräte keinen HDMI-Anschluss haben. Der schwarze Audio-Out-Anschluss ist für Lautsprecher oder Kopfhö
Status-LEDs: Die LEDs informieren über den Status des Raspberry Pi. „OK“ leuchtet bei Aktivität der SD-Karte. „PWR“ signalisiert den Stromanschluss. „FDX“ zeigt, ob das Netzwerk Full-duplex ist. „LNK“ leuchtet, wenn ein Netzwerk erkannt wird.

Profi-Wissen:

Raspberry Pi - Vielseitiger Kleinst-PC

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Beide Platinen sollen ab Juni als Raspberry Pi Compute Module Development Kit angeboten werden. Preise für dieses Bundle nannte der Hersteller noch nicht. Das Compute Module soll allerdings auch separat zu einem Preis von 30 US-Dollar pro 100 Stück erhältlich sein. Im Handel dürfte sich das Compute Module also in etwa auf dem Preisniveau des Vorgängers bewegen.
Zu was der Kleinstrechner im Hosentaschen-Format so alles im Stande ist, lesen Sie in unserem Bericht "5 Ideen für den Mini-PC Raspberry Pi".
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