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6 Milliarden US-Dollar

Facebook kündigt massive Aktienrückkäufe an

von - 21.11.2016
Zuckerberg Mark
Foto: Shutterstock.com/catwalker
Neues vom blauen F: Facebook kündigt Aktienrückkäufe für bis zu sechs Milliarden US-Dollar an - und Chef Mark Zuckerberg ruft die Staatengemeinschaft zu mehr Investitionen in den Ausbau des Internets auf.
Facebook erfreut Anleger mit der Ankündigung massiver Aktienrückkäufe. Der Verwaltungsrat habe bis zu sechs Milliarden US-Dollar für den Erwerb eigener Anteilsscheine freigegeben, teilte der Internetkonzern nach US-Börsenschluss mit.
Das Rückkaufprogramm solle im ersten Quartal 2017 starten und habe keine zeitliche Befristung. Am Markt kam die Nachricht gut an - die Facebook-Aktie drehte nachbörslich mit knapp einem Prozent ins Plus. Vor allem bei US-Konzernen sind Aktienrückkäufe ein beliebtes Mittel, um Investoren an Gewinnen zu beteiligen, und den eigenen Aktienkurs zu stützen.

Zuckerberg in Lima

Daneben hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die Staatengemeinschaft zu mehr Investitionen in den Ausbau des Internets aufgerufen. "Die Investitionen in die Infrastruktur sinken", sagte er bei einem Wirtschaftsforum in Lima. In der peruanischen Hauptstadt treffen sich die 21 Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec).
"Die Regierungen müssen mehr investieren, um Menschen miteinander zu verbinden", sagte Zuckerberg, dessen Unternehmen davon wirtschaftlich profitieren würde. Facebook präsentierte in Lima ein Projekt, bei dem Drohnen aus 18 Kilometer Höhe Signale senden, um bis in den letzten Winkel eine Internetversorgung zu garantieren. Die "Aquila" getauften Drohnen sollen mit Solarenergie betrieben werden. Zu den Kosten gab es keine Angaben. 
Zuckerberg war zuletzt in die Kritik geraten, weil die Verbreitung gefälschter Nachrichten in Netzwerken wie Facebook den Wahlerfolg von Donald Trump in den USA beeinflusst haben könnte. Facebook und Google wollen Seiten, die falsche Inhalte verbreiten, nun aus den Werbeplattformen verbannen.
Bisher konnte die Verbreitung auffälliger falscher Nachrichten gerade im Wahlkampf ein lukratives Geschäft sein, weil Nutzer auf die Links klickten. Über die Plattformen der Internet-Firmen werden Anzeigen auf Webseiten platziert. Die Inhalte-Anbieter werden an Werbeeinnahmen beteiligt, wenn Nutzer darauf klicken.
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