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Reinigung der Tintendüsen

So viel Tinte verschwendet Ihr Drucker

von - 02.04.2015
Wussten Sie, dass Ihr Tintenstrahldrucker auch dann Tinte verbraucht, wenn Sie keine einzige Seite drucken? So viel Tinte verschwendet Ihr Tintenstrahldrucker.
Foto: Shutterstock - Frank Peters
Wussten Sie, dass Ihr Tintenstrahldrucker auch dann Tinte verbraucht, wenn Sie keine einzige Seite drucken? So viel Tinte verschwendet Ihr Tintenstrahldrucker.
Vor allem Privathaushalte nutzen Tintenstrahldrucker: Sie sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung und drucken auch in Farbe. Auch viele Unternehmen setzen für hochwertige Farbausdrucke auf Tintenstrahldrucker. Doch sie haben einen Nachteil: Wenn man neue Tintenpatronen braucht, dann kostet ein neuer Satz nicht selten fast so viel wie der ganze Drucker gekostet hat. Umso ärgerlich ist es, dass Tintenstrahldrucker auch dann Tinte verbrauchen, wenn man keine einzige Seite druckt.
Schlucken, ohne zu drucken: Ein Test der Stiftung Warentest deckt auf, wie viel Tinte ein Drucker nur für die Reinigung der Tintendüsen verbraucht.
Schlucken, ohne zu drucken: Ein Test der Stiftung Warentest deckt auf, wie viel Tinte ein Drucker nur für die Reinigung der Tintendüsen verbraucht.
(Quelle: Stiftung Warentest )
Die Stiftung Warentest hat sich den Tintenverbrauch von Druckern einmal näher angesehen. Das Ergebnis: Einige Drucker verschwenden innerhalb von sechs Wochen Tinte im Wert von bis zu zehn Euro – ohne auch nur eine Seite gedruckt zu haben.
Hintergrund ist die Reinigungsfunktion der Drucker. Wenn Sie das Gerät nach einer längeren Pause einschalten, dann fängt der Drucker erst einmal an zu arbeiten. Er spült den Druckkopf. Das ist durchaus sinnvoll damit die feinen Düsen nicht eintrocknen. Doch es gibt große Unterschiede, wie viel Tinte ein Drucker dafür benötigt.
Im Test der Stiftung Warentest standen 15 Tintenstrahldrucker sechs Wiochen lang herum und wurden einmal pro Woche ein- und wieder ausgeschaltet. Gedruckt wurde nicht. Dann ermittelten die Tester, wie viel Tinte die Reinigungsvorgänge während dieser eineinhalb Monate verbrauchten und welche Kosten dabei entstanden.
Bilderstrecke
5 Bilder
Thermischer Druck: Das Heizelement in der Düse ist nur 30 tausendstel Millimeter breit. Die Tinte spritzt mit bis zu 15 Metern pro Sekunde heraus, das sind 54 km/h.
Piezodruck: Tintendüsen nach dem Piezoverfahren verspritzen bis zu 30.000 Tintentropfen pro Sekunde. Das Drucken eines Tropfens dauert nur rund 33 millionstel Sekunden.
Auflösung: Die Auflösung gibt an, wie viele Tintenpunkte ein Drucker pro Zoll ausgeben kann. Im linken Bild sehen Sie, wie ein ideales Druckbild mit 2400 dpi Auflösung aussehen würde. In der Praxis erreicht jedoch kein Drucker ein solche Auflösung (siehe
Tinte: Ein Farbdrucker arbeitet mit den Tintenfarben Cyan, Magenta und Gelb. Durch Übereinanderdrucken dieser Grundfarben lassen sich alle Farben erzeugen, subtraktives Farbmodell genannt.

Profi-Wissen :

Tintenstrahldrucker — so funktionieren sie

>>
Die Ergebnisse sind überraschend: Während zum Beispiel der Canon Pixma MG6650 in diesen sechs Wochen Tinte für lediglich rund 20 Cent verbrauchte, benötigte der Maxify MB 2350 vom selben Hersteller Tinte für ganze 10 Euro.
Übrigens: Etliche Tintenmodelle verbrauchen laut der Stiftung Warentest einen Großteil der Tinte bereits beim Einsetzen der Patrone. Hinzu kommt dann noch die Tinte, die beim regelmäßigen Spülen draufgeht.
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