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Digital für alle

Ängste vor Kriminalität, Werteverfall und Massenarbeitslosigkeit

Erschrockener Business-Mann mit Laptop
Foto: LightField Studios / shutterstock.com
Viele Menschen haben Angst, dass sich die Digitalisierung negativ auf die Gesellschaft auswirkt. Eine der größten Ängste ist es beispielsweise, dass Hacker die zentrale Infrastruktur lahmlegen.
Ängste bei Digitalisierung
Am meisten Angst haben die Umfrageteilnehmer davor, von fremden Regierungen ausspioniert zu werden.
(Quelle: www.digitaltag.eu )
Die Digitalisierung kann die Arbeitswelt in vielen Bereichen deutlich vereinfachen. Dennoch wächst auch die Angst vor den verschiedensten Dingen, die die digitale Transformation mit sich bringen könnte. Einer Umfrage der Initiative "Digital für alle" zufolge haben die Menschen unter anderem Angst davor, dass fremde Regierungen die eigenen Daten ausspionieren könnten (89 Prozent).
Drei Viertel (75 Prozent) sorgen sich, dass kriminelle Hacker zentrale Infrastrukturen wie Verkehrs- und Energienetze lahmlegen könnten. Jeder Zweite (50 Prozent) ist der Ansicht, dass digitale Technologien in eine Abhängigkeit von Staaten wie den USA und China führen. Rund 43 Prozent macht Angst, dass wenige Digitalunternehmen Zugriff auf Daten der meisten Menschen haben. Jeder Dritte (35 Prozent) sorgt sich, dass sich Falschmeldungen im digitalen Zeitalter leicht verbreiten lassen, und sieht dadurch die Demokratie gefährdet.
Weitere 32 Prozent beklagen, dass die Digitalisierung das Wertesystem verändert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt verringert. Ebenfalls 32 Prozent denken, dass Digitalisierung zu Arbeitsplatzverlust und Massenarbeitslosigkeit führen wird. Immerhin 7 Prozent haben sogar Angst, dass sich immer intelligentere Maschinen gegen die Menschen richten und die Herrschaft übernehmen werden.

Sorgen müssen ernst genommen werden

"In großen Teilen der Gesellschaft erzeugt die Digitalisierung vielfältige Sorgen. Unabhängig davon, ob es sich um gefühlte oder tatsächliche Bedrohungen handelt, müssen sie ernst genommen werden", sagt Anna-Lena Hosenfeld, Projektleiterin des Digitaltags. "Der Digitaltag am 19. Juni 2020 will hier anknüpfen und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anstoßen. Der bundesweite Aktionstag mit seinen vielfältigen Veranstaltungsformaten und Angeboten richtet sich auch an jene Menschen, die sich von der Digitalisierung abgehängt fühlen und dem digitalen Wandel mit Sorge begegnen."
Angst kommt häufig dann auf, wenn das Verständnis fehlt. Die Digitalisierung ist ein breit gefasster Begriff für unzählige Technologien, darunter auch Künstliche Intelligenz (KI) und dergleichen. Es ist wichtig, die Menschen innerbetrieblich und vonseiten der Regierung aufzuklären. Je mehr die Bevölkerung über die neuen Technologien weiß, desto geringer ist auch die Furcht davor. Die Vorteile, die durch die Digitalisierung entstehen, sind messbar. Es hilft allerdings wenig, wenn die breite Masse in Angst davor lebt. Szenarien wie sie Hollywood immer wieder skizziert, in denen Maschinen die Menschen unterwerfen und die Weltherrschaft an sich reißen, sind unrealistisch.
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