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Dreamforce 2016

Salesforce veranstaltet Spektakel um Einstein und Co.

von - 11.10.2016
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Foto: nexum
Auch dieses Jahr bot Salesforce mit seiner Dreamforce in San Francisco eine Veranstaltung der Superlative. Eindrücke vom Event liefern uns die Vorstände der nexum AG, Michael Klinkers und Georg Kühl.
Mehr als 170.000 registrierte Teilnehmer, zahlreiche Keynotes über vier Tage hinweg, reger Wissensaustausch in tausenden Sessions und ein Rahmenprogramm mit Top-Unterhaltung und Charity-Aktionen: Auch dieses Jahr bietet Salesforce, das mit seinen Cloud-basierten Kundenmanagement-Lösungen zum Marktgiganten gewordene kalifornische Software-Unternehmen, mit seiner Dreamforce in San Francisco eine Veranstaltung der Superlative.
Die Top-Themen in diesem Jahr sind Künstliche Intelligenz (KI) und Internet of Things (IoT) und deren Integration in die digitalen Geschäftsprozesse von Unternehmen. Was aber offenbart der Blick hinter die vielen Buzzwords? Wie ist der aktuelle Stand der Dinge im digitalen Marketing und Sales? Und welche Entwicklungen sind für den deutschen Markt wirklich relevant?
Mit diesen Fragen im Gepäck sind die Vorstände der nexum AG, Michael Klinkers und Georg Kühl, nach Kalifornien gereist und fassen ihre Eindrücke der Dreamforce zusammen.

Erster Eindruck: Die hauen ganz schön einen raus

Dass die Dreamforce - ausgehend von nur einem Unternehmen - in puncto Größe Leitmessen wie einer CeBit kaum noch nachsteht, wird schon kurz nach der Landung in San Francisco deutlich. Gibt es hier eigentlich noch ein großes Hotel, das Salesforce für die Dreamforce nicht angemietet hat?
Die Technologiemesse beherrscht die Szene, Salesforce ist in der Stadt omnipräsent. Wen wundert es? Nach eigenen Angaben wird das Salesforce-Ökosystem in den USA bis zum Jahr 2020 einen wirtschaftlichen Impact in Höhe von 389 Milliarden US-Dollar auf das Bruttoinlandsprodukt erzeugen und für rund zwei Millionen Jobs sorgen. Dass derzeit in San Francisco ein nach Salesforce benannter Tower hochgezogen wird, der das höchste Gebäude westlich des Mississippi werden soll, erscheint da logisch.
 
Diese Woche herrscht Ausnahmezustand in der Stadt. Hier zahlt sich die gute Planung im Vorfeld aus. Wie soll ein normaler Mensch auch nur einen Bruchteil der Keynotes und Sessions bewältigen und dabei noch Geschäftstermine wahrnehmen? Wir hoffen, einen guten Mix aus Vorträgen, Networking Events und persönlichen Treffen arrangiert zu haben.

Innovation Tour: Salesforce zielt auf junge Start-ups

Wir entscheiden uns als Einstieg für die Innovation Tour im Silicon Valley, das "Vorprogramm" zur Dreamforce für Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf dem Plan stehen die noch jungen Unternehmen Anaplan, DocuSign und Mulesoft. Schon spannend, deren Lösungen für Planungsprozesse, digitale Signaturen und Integrationslösungen kennenzulernen. Enorm die finanzielle und praktische Unterstützung von Startups und jungen Unternehmen durch Salesforce Ventures, etwa für die Entwicklung von Mobilanwendungen und vernetzen Produkten. Die Strategie, Know-how aufzukaufen und durch die Förderung von Startups eine Art "Inhouse-Innovations-Inkubation" zu etablieren, wird an jeder Station der Innovation Tour deutlich. Salesforce kooperiert hier mit anderen Venture-Gesellschaften und integriert neue Unternehmen in sein Netzwerk.
 
Abseits von Technologien und Lösungen sprechen wir die Startup-Gründer auf grundlegende Fragen der Unternehmensentwicklung an. Schnell wird deutlich, dass Business auch im Silicon Valley nicht frei von Hindernissen ist, die auch deutsche Unternehmen vor Herausforderungen stellt. Beispielsweise, wenn es um Themen wie Fachkräftemangel geht. So erfahren wir, dass auch die Startups im Silicon Valley echte Schmerzen damit haben, Experten an sich zu binden. Denn diese wandern im großen Stil lieber in die Stadt ab.
 
Wie renommierte Unternehmen ihre Business Transformation im großen Stil bewältigen, präsentiert uns Hewlett Packard, einer der größten Salesforce-Kunden. Ein vollgepackter Tag, der Lust auf mehr macht.

Das allgegenwärtige Thema: KI mit Einstein und IoT mit Thunder

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Bei strahlendem Sonnenschein präsentiert sich Einstein den Besuchern
(Quelle: nexum )
Der zweite Tag beginnt. Und eines muss man den Leuten bei Salesforce lassen: Sie wissen, ihr Publikum zu inspirieren. Entsprechend fallen die Vorträge aus. Großartig inszeniert, emotional und sehr fokussiert. Und sehr amerikanisch. Kaum ein Produkt und Service möchte nicht weniger, als die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Daran muss man sich als europäischer Besucher erst einmal gewöhnen.
 
Die große Show gipfelt im Auftritt des Salesforce CEO Marc Benioff. Mit seiner Keynote wird das allgegenwärtige Top-Thema der Dreamforce konkret, die im Vorfeld der Veranstaltung zum Teil bereits grob skizzierten Produktneuheiten präsentiert: Salesforce Einstein, die Integration künstlicher Intelligenz. Aus Sales, Service, Marketing und Commerce Cloud bestehend, mit App ergänzt und 30 zusätzlichen intelligenten Features angereichert, soll es den Data Scientisten im Unternehmen weitestgehend obsolet machen.
 
Eine weitere Neuheit ist die IoT-Cloud, die das Internet of Things mit Kundendaten zusammenbringt und auf Basis der so gewonnenen Informationen automatisch Aktionen auslöst. Bedeutet das jetzt, dass nach der Digitalisierung von Geschäftsprozessen in Zukunft ausschließlich eine Künstliche Intelligenz die Interaktion im Unternehmen und Kundenbeziehungen steuert? Salesforce hält hier aktiv dagegen: „Make People more capable! Not replace them!“, fordert Peter Schwartz, Senior Vice President Strategic Planning bei Salesforce, in seiner Keynote. Laut ihm soll die Maschine den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn dazu befähigen, im Unternehmen wertschöpfendere Aufgaben wahrnehmen zu können.
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