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Dunkle Wolken über der Cloud Foundry

Kubernetes fürs Deployment

von - 17.09.2019
Technologisch teilt sich die Plattform in drei Bereiche: Unterstützung der Software-Entwicklung, schnelles und skalierbares Deployment sowie einfache Software-Pflege. Ein besonderes Augenmerk hat man dabei auf den Support der Developer-Community gelegt. "Wir möchten, dass sich die Entwickler uneingeschränkt auf das konzentrieren können, was für sie am wichtigsten ist, nämlich Applikationen entwickeln und Codieren. Unser Summit stellt die Entwickler in den Mittelpunkt, in dem sie ihre Erfahrungen mit der europäischen Community austauschen können", sagte Kearns in ihrer Keynote.
Abby Kearns betonte die Wichtigkeit der Entwickler für die Cloud Foundry Foundation
(Quelle: Harald Weiss)
Das ist eine leichte Verschiebung der ursprünglichen Ausrichtung. Denn die Anfangserfolge der Foundation basierten vor allem auf einer frühzeitigen Fokussierung auf das Deployment und die damals junge Container-Technologie. Hier zeichnete sich schon bald eine Konkurrenz zu Docker und Googles Kubernetes ab. Inzwischen hat die Foundation umgesattelt und setzt ebenfalls komplett auf Kubernetes als Delivery- und Orchestrierungs-Technologie. In diesem Wechsel auf die Plattform der konkurrierenden "Cloud Native Foundation" sehen Analysten bereits als das nahende Ende der Foundation. "Mit dem Fokus auf Kubernetes ist die Cloud-Foundry-Plattform praktisch irrelevant geworden und muss sich nur noch um die Pflege ihrer der bestehenden Anwender kümmern", schreibt beispielsweise Rishidot-Analyst Krishnan Subramanian.

Die Wolken verdunkeln sich

Dass sich die Wolken Cloud Foundry bald sehr verdunkeln könnten, hat aber auch andere Gründe. Einer liegt in der Historie: 2009 startete VMware das Projekt "B29", das den Ursprung der heutigen Cloud-Foundry-Plattform darstellt. 2013 überstellte VMware die Cloud Foundry an das neu gegründete, Cloud-orientierte Unternehmen Pivotal. Noch heute ist Pivotal eines der treibenden Mitglieder der Foundation und größter Kontributor. Doch Pivotal wurde mittlerweile komplett von VMware übernommen.
Zuletzt hatte VMware-CEO Pat Gelsinger angekündigt, Pivotal und Kubernetes als integralen Bestandteil von VSphere kommerziell vertreiben zu wollen. Ian Andrews, Senior Vice President Products & Marketing bei Pivotal, versicherte im Gespräch mit com! professional zwar, dass dadurch die Unterstützung für die Open-Source-Gemeinde nicht leiden würde. Doch einer konkreten Nachfrage, wie er sich denn entscheiden würde, wenn einerseits VMware weitere (proprietäre) Funktionen für VSphere fordert, während gleichzeitig die Open Source Community den Ausbau und die Anpassung der Cloud Foundry anmahnt, wich er aus: "Ich denke, dass wir genügend Entwicklungskapazität haben, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Außerdem ist das nicht so streng alternativ zu sehen, denn auch VMware benötigt für das neue Projekt Pacific eine stets moderne und leistungsstarke Foundry."
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