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SAP-Anwender kritisieren Produkt-Strategie

Miese Noten für SAP

von - 19.09.2019
Angesichts der aufgezeigten Herausforderungen wundert es nicht, dass SAP nicht eben erste Wahl ist, wenn es um Digitalisierungsprojekte in den Anwenderunternehmen geht. Im Investitionsreport der DSAG war Anfang des Jahres eine Ernüchterung bei den Digitalvorhaben registriert worden. Die Unternehmen kommen bei der Digitalisierung nicht richtig voran. Lenck verortete die fehlende Flexibilität und Skalierbarkeit in den SAP-Lösungen als einen Grund, warum die Anwenderfirmen mit den digitalen Prototypen häufiger scheiterten.
Christian Zumbach von der DSAG Schweiz
Christian Zumbach von der DSAG Schweiz ermahnte SAP, die Kunden nicht zu vergessen.
(Quelle: com professional)
In einer neuen Umfrage stellen die DSAG-Mitglieder dem Software-Lieferanten nun noch ein schlechtes Zeugnis aus: Nur gerade einmal 24 Prozent haben vollstes Vertrauen in die Produktstrategie von SAP. 45 Prozent vertrauen dem Hersteller teilweise und 30 Prozent fehlt das Vertrauen in die Roadmap.
Der Schweizer DSAG-Vorstand Christian Zumbach ergänzte die Forderungen seines Vorstandsvorsitzenden Lenck um eine Ermahnung: "Liebe SAP, vergessen Sie vor lauter Cloud die Kunden nicht." Bei der Personaler-Software SAP HCM (Human Capital Management) hatte der Anbieter die Kunden bis 2025 zum Umstieg auf die (zugekaufte) Cloud-Lösung SuccessFactors zwingen wollen. Auf Betreiben der DSAG rückt der Hersteller aus Walldorf davon nun aber ab. Ab 2022 soll SAP HCM auf S/4Hana laufen – in der Cloud und auch On-Premises. Insbesondere für den öffentlichen Sektor und andere Organisationen aus regulierten Industrien war ein Wechsel in die Cloud "nicht denkbar", hatte eine DSAG-Umfrage ergeben.
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