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Bitkom-Digitalindex

ITK-Branche blickt skeptisch in die Zukunft

von - 04.06.2019
Business-Leute
Foto: Jacob Lund / shutterstock.com
Die Geschäfte der ITK-Branche laufen aktuell recht gut. Trotzdem blicken die Unternehmen eher pessimistisch in die Zukunft. Zu Unrecht, wie Bitkom-Präsident Achim Berg findet.
Digitalindex Bitkom
Die derzeitige Lage der ITK-Branche ist gut. Erwartet hatten die Unternehmen deutlich schlechtere Ergebnisse.
(Quelle: Bitkom )
Dank der gut laufenden Geschäfte in der digitalen Wirtschaft ist die ITK-Branche derzeit insgesamt ordentlich aufgestellt. Trotzdem fallen die Zukunftsprognosen der Unternehmen zunehmend skeptisch aus. Zu diesem Ergebnis kommt der Digitalverband Bitkom in seinem Digitalindex, der in Zusammenarbeit mit dem ifo erstellt wurde.
Der Digitalindex gibt den Mittelwert zwischen der tatsächlichen Geschäftslage und den vorab von den Unternehmen geäußerten Erwartungen in der Branche wieder. Im aktuellen Beobachtungszeitraum von April bis Mai 2019 stieg der Index um 2,2 Punkte auf insgesamt 27,0 Punkte.
Die reale Geschäftslage verbesserte sich im selben Zeitraum um 2,8 Punkte und liegt damit nun bei 46,7 Bewertungseinheiten. Damit liegt der Wert auf einem ununterbrochen hohen Niveau. Seit Januar 2017 lag die Messung stets oberhalb der 40-Punkte-Marke.

Verhaltene Zukunftserwartungen

Auf die kommenden Monate blickt die Branche allerdings weniger optimistisch. Die Unternehmen erwarten zwar weiterhin einen Anstieg um 1,7 Punkte, insgesamt läge die Branche dann aber trotzdem nur bei mageren 8,8 Punkten und damit fast 20 Bewertungseinheiten unter dem Index.
Dieser verhaltene Blick in die Zukunft sei auffällig, so Achim Berg, Präsident des Bitkom. Er hingegen ist der Ansicht, dass die tatsächliche Lage deutlich besser ist als die Prognosen aus der Branche. Das zeigt auch die grafische Darstellung der Entwicklungen über die vergangenen Jahre hinweg deutlich. Während Erwartungen, Index und reale Geschäftslage in der Vergangenheit nah beieinander lagen, klafft gegenwärtig eine deutliche Lücke zwischen den Werten.
Mögliche Gründe für diesen Pessimismus gibt es viele: In der ITK-Branche mangelt es weiterhin stark an Fachkräften. Besonders Software-Entwickler und Experten für Künstliche Intelligenz (KI) sind sehr gefragt. Der herannahende Brexit und die Unsicherheit, wie dieser vollzogen werden soll, macht es Firmen schwer, verlässlich zu planen. Aber auch die angespannte handelspolitische Situation zwischen den beiden Großmächten China und den USA lassen hiesige Firmen nicht kalt. Die zukünftigen Indexzahlen werden zeigen, wie sich die Branche künftig schlägt.
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