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Joint Venture

Infineon kooperiert mit chinesischem E-Auto-Experten

von - 02.03.2018
Joint Venture
Foto: Minerva Studio / shutterstock.com
Der Münchner Chiphersteller Infineon eröffnet zusammen mit dem chinesischen Autobauer SAIC ein Joint Venture in Shanghai. Dieses soll sich auf die Produktion von Power-Modulen konzentrieren, aber auch neue Lösungen für die E-Mobilität entwickeln.
Der deutsche Chiphersteller Infineon will mit einem neuen Joint Venture vom Boom bei E-Autos in China profitieren. Der Münchner Konzern eröffnete am Freitag ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Autobauer SAIC, das in China so genannte Power-Module produzieren wird. Diese Geräte steuern die Motoren von E-Autos und sorgen dafür, dass Strom aus der Batterie effizient genutzt wird.
Das Joint Venture mit dem Namen "SIAC Infineon Automotive Power Module (Shanghai) Co, Ltd." (SIAPM) hat seinen Hauptsitz in Shanghai, gefertigt werden soll aber in der ostchinesischen Stadt Wuxi, wo Infineon bereits ein Werk betreibt. Bisher bedient Infineon den Markt für Power-Module ausschließlich aus Warstein.
Marktforscher erwarten, dass bis 2020 jährlich zwei Millionen E-Autos und so genannte Plug-in-Hybridfahrzeuge, die mit Strom und Benzin fahren, in China vom Band laufen. Bis 2024 sollen es sogar mehr als vier Millionen sein. "Mit unserem Joint Venture werden wir unsere Kunden für Elektrofahrzeuge in China noch schneller bedienen", sagte Infineon-Vorstandsmitglied Jochen Hanebeck laut Mitteilung bei der Eröffnung des Gemeinschaftsunternehmens.
China, das schon heute der größte Markt für E-Autos ist, hat eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Verkauf von Autos mit alternativen Antrieben weiter anzukurbeln. In von Smog geplagten Großstädten wie Peking und Shanghai ist kaum noch an neue Nummernschilder für Autos mit Benzinmotor zu kommen. Käufer von E-Autos profitieren kräftig von staatlichen Subventionen. Auch verordnete die Regierung eine Produktionsquote für E-Autos.
Laut eigenen Angaben hält Infineon 49 Prozent von SIAPM, während die Chinesen 51 Prozent bekommen. Neben der Produktion von Power-Modulen würden die beiden Unternehmen zudem planen, weitere Produkte entwickeln, die speziell auf die chinesische Elektrofahrindustrie zugeschnitten sind, so Hanebeck.
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