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Disruption rollt an

Die Blockchain soll in 5 bis 10 Jahren voll einschlagen

von - 12.09.2019
Blockchain
Foto: whiteMocca / Shutterstock.com
Die Blockchain steckt immer noch in den Kinderschuhen. Dennoch geht die Mehrheit der CIOs davon aus, dass die Technologie in naher Zukunft viele Branchen tief greifend verändern wird.
Nachdem der große Hype um die Blockchain im Zuge des Bitcoin-Höhenflugs von Ende 2017 allmählich verflogen ist, treten zunehmend konkrete Lösungsansätze für die Technologie in den Fokus der Betrachtung. Dennoch sind sich immer noch viele CIOs nicht bewusst, welche Auswirkungen die Blockchain auf ihr Unternehmen haben wird. Dass die Technologie allerdings schon in naher Zukunft für starke Umbrüche in vielen Branchen sorgen wird, davon ist die Mehrheit der IT-Entscheider überzeugt.
Hype Cycle for Blockchain Business, 2019
Hype Cycle for Blockchain Business, 2019
(Quelle: Gartner )
Wie Gartner zur Präsentation des "Hype Cycle for Blockchain Business 2019" mitteilt, gehen 60 Prozent aller CIOs davon aus, dass ihr Unternehmen in den kommenden drei Jahren Blockchain-Lösungen einführen werden. Die bestehende digitale Infrastruktur von Unternehmen und das Fehlen einer klaren Blockchain-Governance verhindern jedoch, dass CIOs das volle Potenzial der Blockchain ausschöpfen können", erläutert Gartner Distinguished Research Vice President David Furlonger. Für einen Einsatz mit deutlichem Mehrwert sei es zudem unabdingbar, dass sich Unternehmen gesamte Blockchain-Ökosysteme aneignen.

Blockchain-Branchen: Fintech, Gaming & Retail

Großes Umbruchspotenzial wird von der Blockchain in der Banken- und Wertpapierdienstleistungsbranche erwartet. Hier sollen schon bald etablierte Prozesse und Dienstleistungen durch die Technologie automatisiert und optimiert werden. Obwohl nur 7,6 Prozent der befragten CIOs in diesem Bereich die Blockchain als wegweisende Technologie sehen, gaben dennoch 18 Prozent an, in den kommenden zwölf Monaten Blockchain-Lösungen einzuführen. Weitere 15 Prozent wagen diesen Schritt innerhalb der kommenden zwei Jahre.
Für die Adaption der Blockchain muss in der Finanzbranche allerdings noch Pionier-Arbeit geleistet werden. So gilt es etwa sichere Normen, Rechtsrahmen und Organisationsstrukturen für Blockchain-Lösungen zu schaffen. Erst wenn diese Basis steht, ist mit einer breiten Akzeptanz in der Branche zu rechnen.

Dezentralisierung und Tokenisierung

Im Gaming sehen die Experten die Blockchain vor allem als Lösung, mit der Spieler via Tokens bestimmte Werte und virtuelle Güter austauschen können. Die Token geben den Spielern mehr Kontrolle über ihre Gegenstände im Spiel und machen sie portabler auf allen Spieleplattformen. "Hohe Nutzerzahlen und schnelle Innovationen machen den Gaming-Sektor zu einem Testgebiet für den innovativen Einsatz von Blockchain", sagt Christophe Uzureau, Research Vice President bei Gartner. Speziell Gaming-Startups könnten die Technologie nutzen, um attraktive Alternativen zu den Plattformen von Amazon, Google oder Apple zu bilden.
FinTechWorld Conference
Foto: FinTechWorld Conference
FinTechWorld Conference
Am 13. November findet im Rahmen der von CloserStill Media veranstalteten TechWeek Frankfurt die FinTechWorld Conference statt. Auf dieser von com! professional verantworteten Konferenz sprechen internationale Experten über die von technologischen Innovationen angestoßenen Veränderungen und Herausforderungen in den Bereichen FinTech, LegalTech und InsurTech.
Dr. Michael Gebert, Vorstandsvorsitzender der European Blockchain Association (EBA), eröffnet die Konferenz mit einer Keynote über die FinTech-Revolution und das Banking der Zukunft.
Im Handelsgeschäft wird die Blockchain mehrheitlich als Lösung für die digitale Warenverfolgung, Fälschungsprävention, Bestandsmanagement und Auditierung gesehen. Hierdurch lassen sich beispielsweise die Herkunft von Lebensmitteln eindeutig bestimmen oder die Qualität von Waren sicherstellen. Allerdings liegt das wahre Potenzial laut Gartner in der Verknüpfung von Blockchain, KI und IoT zur Schaffung neuer Geschäftsmodellen. Da die Technologie sowohl Daten- als auch Geldströme beeinflusse, könne zudem dem aktuellen Trend zur Zentralisierung der Marktmacht entgegengewirkt werden.
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