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Versuchsfahrzeuge auf öffentlichen Straßen

Continental testet autonome Fahrzeuge auf Autobahn

von - 25.04.2018
Autonomes Fahren
Foto: Andrey Suslov / shutterstock.com
Seit einigen Wochen testet der Autozulieferer Continental laut eigenen Angaben autonome Fahrzeuge auf öffentlichen Autobahnen in Niedersachsen. Überwacht werden die möglichst unauffälligen Fahrten dabei stets von einem Testfahrer.
Hände weg vom Steuer: Der Autozulieferer Continental weitet seine Tests zum automatisierten Fahren aus. Seit wenigen Wochen testen die Ingenieure ihre Versuchsfahrzeuge auf Autobahnen in Niedersachsen - nach Hessen und Bayern das dritte Bundesland, in dem die Systeme im echten Autobahnverkehr erprobt werden, wie Continental am Mittwoch mitteilte. Ziel sei, die Akzeptanz des automatisierten Fahrens zu stärken, betonte Ralph Lauxmann, der bei Conti für das Thema zuständig ist. Mitte März hatte der erste tödliche Unfall eines autonomen Autos die Branche aufgeschreckt.
Sensorik, Vernetzung, Umfelderfassung, das Verhalten im Fehlerfall und der Dialog zwischen Mensch und Maschine müssten aufeinander abgestimmt werden, erklärte Testingenieur Dennis Scholl, der die Testfahrten auf dem Fahrersitz überwacht: "Die ersten Male war es sehr ungewohnt, aber es wird alltäglicher - inzwischen fühle ich mich wohl im Fahrzeug." Bis 2020 will Conti das hochautomatisierte Fahren zur Serienreife bringen, bei dem die Autofahrer sich zeitweise anderweitig beschäftigen können. 2025 sollen Autos vollautomatisch, also auf Teilstrecken ganz ohne Fahrer, unterwegs sein.
Doch der Unfall mit einem Auto des Fahrdienst-Vermittlers Uber, nach dem eine 49-Jährige im Krankenhaus starb, kam für die Tech- und Autokonzerne zur Unzeit. Eigentlich geht die Branche davon aus, dass Robotertaxis Unfälle und auch den drohenden Verkehrsinfarkt in Mega-Städten verhindern können.

Mehr Sicherheit und weniger Emissionen durch autonome Fahrzeuge

Die Voraussetzung dafür: Auf dem Weg zur Serienreife müssten die Systeme ständig auf Herz und Nieren getestet werden, erklärte Lauxmann. Er betonte: "Das automatisierte Fahren wird den Autofahrern nicht nur einen Zeitgewinn bringen. Es führt zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr und wird Emissionen reduzieren." Schon heute werden Systeme wie Einparkhilfen und intelligente Stauassistenten dem assistierten oder teilautomatisierten Fahren zugeordnet.
Vor gut sieben Jahren hatte Google mit der Vorstellung seiner Roboterwagen-Flotte die Autobranche nervös gemacht. Inzwischen arbeiten Dutzende Unternehmen an Technologie für autonomes Fahren: Autohersteller, Zulieferer, Start-ups, Tech-Unternehmen wie Apple, Samsung, Alibaba oder Uber. Als besonders weit gilt die Google-Schwesterfirma Waymo.
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