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Stiftung Warentest

Wetter-Apps mit Mängeln beim Datenschutz

von - 29.05.2013
Wetter-Apps für Android und iOS mit Mängeln beim Datenschutz
Dreiviertel der getesteten Wetter-Apps für Android und iOS zeichnen laut Stiftung Warentest brisante Nutzerdaten auf und leiten diese teilweise sogar an Drittfirmen weiter.
Ungenaue Vorhersagen zur Niederschlagsmenge und kritische Lücken beim Datenschutz - das sind die gravierendsten Mängel der acht getesteten Wetter-Apps. Zwei Monate lang hat Stiftung Warentest an neun weltweiten Standorten die von den Apps vorhergesagten Höchst- und Tiefsttemperaturen sowie die Niederschläge mit den tatsächlichen Werten verglichen. Ungenauigkeiten traten dabei vor allem bei den vorhergesagten Niederschlagsdaten auf. Fazit: Die Darstellungen mit Piktogrammen oder Wahrscheinlichkeitsangaben sind häufig wenig aussagekräftig.
WetterApp: Die kostenlose App von WetterOnline liefert zwar nicht die besten Vorhersagen, reicht dafür aber auch keine Nutzerdaten weiter.
WetterApp: Die kostenlose App von WetterOnline liefert zwar nicht die besten Vorhersagen, reicht dafür aber auch keine Nutzerdaten weiter.
Trotzdem kommen die Tester zu dem Urteil, dass mehr als die Hälfte der getesteten Apps die Vorhersagen von zwei bis sieben Tagen ordentlich erfüllen. Die besten Wettervorhersagen lieferten die Apps von WeatherPro (Testsieger, Preis 2,99 Euro) und Wetter.info (kostenlos), gefolgt von Wetter.com, Wetter.de und WetterOnline.

Vorhersagen brauchbar, Datenschutz kritisch

Vier dieser Apps sind zwar bei der Wettervorhersage „gut“, beim Datenschutz aber „kritisch“. So sollen die Tests egeben haben, dass dreiviertel der App brisante Daten der Nutzer teilweise auch an Drittfirmen weiterleiten, wie beispielsweise die Geräteidentifikationsnummer (IMEI).

Android-Nutzer, die großen Wert auf Datenschutz legen, sollten deshalb zur WetterApp von Wetteronline greifen. Die WetterApp ist bei der Vorhersage zwar nicht ganz so zuverlässig wie WeatherPro und Wetter.info, speichern dafür aber nur zur Funktion notwendige Daten. Zudem bietet die WetterApp auch einen Niederschlagsradar, der die Verbreitung der Regenwolken darstellt. Diese Funktion war für die Tester vor allem bei Ausflügen und Fahrradtouren sehr hilfreich.

Apple-Nutzer mit Datenschutzbedenken sollten hingegen die auf iPhones vorinstallierte Wetter-App von Yahoo nutzen. Der ausführliche Test der Wetter-Apps erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 29.05.2013 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/wetter-apps abrufbar.
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